Ermittlungen der Bundespolizei

Razzien gegen Computer- und Kreditkartenbetrüger

+
Bei der Hausdurchsuchung stellten die Polizisten einen Laptop sicher.

München - Die Bundespolizei hat mehrere Hausdurchsuchungen in München und Berlin gemacht. Dabei ist ihr ein Schlag gegen Computer- und Kreditkartenbetrüger gelungen.

Der Bundespolizei ist fünf Internetbetrügern auf der Spur. Vier Tunesier aus München sollen die Deutsche Bahn um fast 155.000 Euro betrogen haben. Die Männer zwischen 21 und 22 Jahren stehen unter Verdacht, von März 2013 bis Oktober 2014 insgesamt 781 illegale Online-Bahntickets erworben zu haben.

Auch ein 27-jähriger Tunesier, der bis September in München gewohnt hat, und jetzt nach Berlin gezogen ist, soll bei den kriminellen Machenschaften dabei gewesen sein. Ihm wird vorgeworfen, sich zwischen November 2013 und November 2014 42 Onlinetickets im Wert von rund 10.000 Euro illegal besorgt zu haben.

Zur Bezahlung wurden Kreditkarten verwendet, die die Verdächtigen sich mit kriminellen Machenschaften beschafft haben sollen. Sie sollen die Fahrkarten selbst benutzt, verkauft oder für Bekannte verwendet haben.

Um Beweise zu sicher und mögliche Tatstrukturen offen zu legen hat die Bundespolizei am Donnerstag mehrere Wohnungen in München und Berlin durchsucht.

Warnung der Polizei

Die Beamten warnen in diesem Zusammenhang vor dem Ankauf von deutlich günstigeren Onlinetickets der Deutschen Bahn im Internet oder an Bahnhöfen. Verdächtig ist außerdem, wenn im Internet viele Tickets für verschiedenen Strecken von einem Anbieter zum selben Preis angeboten werden.

Am Besten kauft man die Fahrkarten nur an autorisierten Stellen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn nicht autorisierte Stellen nach persönlichen Daten fragen.

Wird ein Reisender mit einem illegalen Ticket erwischt, wird die Fahrkarte ohne Geldersatz sichergestellt und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Wer sich unsicher ist, kann sich an die Bundespolizei (gebührenfreie Hotline-Nummer 0800/6888000) oder an jede andere Polizeidienststelle wenden.

Polizei

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Keine Rettungsgasse: Feuerwehrlern platzt der Kragen
Keine Rettungsgasse: Feuerwehrlern platzt der Kragen
Ex-Ski-Star schwer gestürzt: „Ich hatte einen großen Schutzengel“
Ex-Ski-Star schwer gestürzt: „Ich hatte einen großen Schutzengel“
Sepp Haslinger: Wetterkerze wieder voll daneben
Sepp Haslinger: Wetterkerze wieder voll daneben
So skurril wurde der Balkan-Bandenchef überführt
So skurril wurde der Balkan-Bandenchef überführt

Kommentare