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37-Jähriger leidet an seltener Krankheit

Mann von "Wunderheilern" betäubt - und ausgeraubt

Hausham - Auf selbst ernannte Wunderheiler hat sich ein 37-jähriger Haushamer eingelassen. Jetzt ist er um einige Tausend Euro ärmer - und trotzdem nicht gesünder.

Der 37-jährige Mann aus Hausham leidet an einer schweren und sehr seltenen Krankheit. In seiner Verzweiflung suchte er im Internet nach alternativen Behandlungsmethoden und landete auf der Homepage einer ausländischen Firma, die „Wunderheilungen“ versprach. Der Mann nahm Kontakt auf.

Eine Frau und zwei Männer im Alter zwischen 30 und 40 Jahren reisten für eine sechstägige Behandlung aus Osteuropa an, der 37-Jährige brachte sie in seiner Ferienwohnung in Schliersee unter. Als Lohn für die Heilung war eine vierstellige Summe vereinbart. Die drei Osteuropäer ließen sich das Bargeld zeigen und eine Anzahlung aushändigen. Dann erst begannen sie mit der Behandlung.

„Zuerst musste der Haushamer ein Bad in einer Wunderflüssigkeit nehmen“, berichtet Frank Konrad, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Anschließend gaben ihm die drei Heiler eine Flüssigkeit zum Einnehmen. Bei dem unbekannten Medikament handelte es sich vermutlich um etwas Ähnliches wie K.O.-Tropfen.

Der 37-Jährige schlief fest ein – als er aufwachte, waren die drei Wunderheiler verschwunden. Mit dem gesamten Bargeld. „Sie wussten ja, wo er es aufbewahrt hatte“, sagt Konrad. Bisher ist der Polizei kein ähnlicher Fall von betrügerischen Wunderheilern bekannt. „Es könnte sein, dass die Drei bei dem Haushamer einfach die Gelegenheit genutzt haben und direkt wieder zurück ins Ausland gefahren sind“, sagt Frank Konrad. Die Internetseite der Bande sehe allerdings professionell aus.

Die Polizei warnt davor, Internetbekanntschaften oder Anbieter dubioser Produkte nach Hause einzuladen. Bei Treffen sollte immer eine Vertrauensperson dabei sein. Eventuelle Bezahlungen sollten nur gegen Rechnung oder mit Überweisung getätigt werden.

Die Polizei hofft auf Hinweise, um die drei betrügerischen Wunderheiler zu ermitteln. Der 37-Jährige hat die beiden Männer auf Anfang 40 geschätzt, sie seien muskulös und kräftig und etwa 1,80 Meter groß. Einer habe ein „indianisches Aussehen“ und eine dunkle Gesichtsfarbe gehabt. Der andere ist vermutlich Südosteuropäer – ebenso wie die Frau. Sie war schlank und hatte schulterlange blonde Haare. Die drei Betrüger waren mit einem weißen Mercedes E350 mit rumänischer Zulassung unterwegs. Das Kennzeichen beginnt mit „PH“.

Hinweise nimmt die Kripo Miesbach unter der Telefonnummer 08025/299299 entgegen.

Von Katrin Woitsch

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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