So klingt Oberammergau

6000 feiern beim Heimatsound-Festival

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Oberammergau – Zwei Tage, 14 Bands, 6000 Zuschauer: Das Heimatsound-Festival im Oberammergauer Passionstheater hat das Zeug zum Dauerbrenner.

Wofür steht dieses Oberammergau? Natürlich für die Passionsspiele, auch für die Holzschnitzkunst. Seit einigen Jahren sorgt der 5000-Seelen-Ort nun auch mit einem Kultur- und Theatersommer für Furore; in diesem Jahr inszenierte Christian Stückl erfolgreich den „Sommernachtstraum“ von Shakespeare. Und sonst? Das Dorf unterm Kofel, nach dem sich übrigens die Kultband „Kofelgschroa“ benannte, ist auf dem besten Weg, sich in die Phalanx der Open-Air-Veranstalter einzureihen: Erst zum zweiten Mal stieg am Freitag und Samstag das Heimatsound-Festival im altehrwürdigen Passionstheater, und schon darf man die Prognose wagen, dass hier etwas Dauerhaftes entstehen könnte.

14 Bands hatte die Passionstheater-GmbH diesmal engagiert, und die heizten den insgesamt 6000 Besuchern derart ein, dass kaum eine Gruppe ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurde. Mächtig Stimmung verbreiteten vor allem der Keller Steff mit Band, Django 3000, Shantel & Bucovina Club Orkestar, HMBC und Mathias Kellner. Richtig gut war auch Dreiviertelblut mit Gerd Baumann und Sebastian Horn, während sich „Kofelgschroa“ beim Heimspiel mit einer bekannt sinnlich-melancholisch-schrägen Performance in die Seelen des Publikums spielte.

Das GmbH-Dreigestirn um Christian Stückl, Walter Rutz und Ex-Jesus-Darsteller Frederik Mayet stemmte mit gut 120 Helfern eine tolle Show aus Lagerleben auf den Zeltplätzen, Sound-Ekstase und losgelöstem Genießertum. Bei weitem nicht nur die Jugend zeigte sich begeisterungsfähig, auch das Mittelalter und vereinzelt Senioren schwangen sich in Flip Flops oder wogten barfuß im Rhythmus der Bands. Dass man angesichts der schwierigen Akustik im Passionstheater die Liedtext oft nur bruchstückhaft oder gar nicht verstand, mögen die Organisatoren als Hausaufgabe für 2015 mitnehmen. Dass es ein nächstes Mal geben wird, sollte angesichts des Erfolgs außer Frage stehen. GmbH-Sprecher Walter Rutz: „Wir wollen aber nicht viel größer werden, es soll ein kleines Festival mit einem ganz besonderen Charakter bleiben.“ Klein – und fein.

hut

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