Aktion Münchner Künstler

Hindenburg-Büste geköpft und mit Hakenkreuz versehen

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Die Büste wurde an ein Holzkreuz gelegt.

Dietramszell - Ein Aktionskünstler hat in Dietramszell mit zwei Gleichgesinnten ein Denkmal des früheren Reichspräsidenten Hindenburg abmontiert und mit einem Hakenkreuz versehen.

Der Ort Dietramszell (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) erlangte vergangenes Jahr auf einen Schlag weltweite Beachtung: Kassierte der Gemeinderat doch damals erst im zweiten Anlauf die Ehrenbürgerwürde von Adolf Hitler und die des früheren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg ein. Eine Büste des letzteren zierte aber weiterhin die Klostermauer. Bis jetzt …

Denn die Münchner Künstler Wolfram P. Kastner, Friedo Niepmann und Martin Stiefel schritten zur Tat – und schraubten den hohlen Schädel einfach ab. Verkleidet als Bauarbeiter machten sie sich am helllichten Tag an dem Denkmal zu schaffen und trugen es dann zu einem Holzkreuz. Darunter betteten sie den Schädel ins Gras und klebten ein Auge mit einem Hakenkreuz zu, „Kein Platz für Nazi-Steigbügelhalter“, war das Motto der Aktion. Zur Erinnerung: Der Reichspräsident ermöglichte Adolf Hitler die totale Machtübernahme in Deutschland und er ernannte ihn selbst im Januar 1933 zum Reichskanzler. Als passionierter Jäger machte Paul von Hindenburg immer wieder in Dietramszell Urlaub.

tz

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