Erste Schätzungen

Flut: Extremer Schaden für Bauern

München - Starkregen und Hochwasser haben in der bayerischen Landwirtschaft einen extrem hohen Schaden verursacht. Jetzt gibt es erste Schätzungen.

Starkregen und Hochwasser haben in der bayerischen Landwirtschaft ersten Schätzungen zufolge einen Schaden von 115 Millionen Euro verursacht. Rund 30 000 Hektar Ackerland, 35 000 Hektar Grünland und knapp 2500 Hektar Gartenbaufläche seien betroffen, teilte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) am Montag in München mit. Auch Betriebsgebäude, Landmaschinen und landwirtschaftlich genutzte Wege und Brücken wurden durch den Regen und die Fluten beschädigt. Noch gar nicht eingerechnet in die Schätzungen sind Verwüstungen, die das Hochwasser in den Privathäusern der Bauern angerichtet haben. Brunner versprach schnelle und unbürokratische Hilfe. Betroffene Bauern können bis zu 5000 Euro Soforthilfe bekommen, zudem soll es Hilfe bei Ernteschäden geben.

Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) hingegen schließt Enteignungen von Bauern zum Hochwasserschutz nicht aus. Dies sei aber nur „in letzter Konsequenz in Erwägung zu ziehen“, sagte sie. Besser seien einvernehmliche Lösungen mit den betroffenen Landwirten. Aigner unterstützte damit einen Vorschlag von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), etwa für den Bau von Rückhaltebecken an Flüssen Bauern notfalls zu enteignen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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