Dramatische Bilder in sozialen Netzen

Fotos und Videos der Jahrhundertflut

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In Gmunden kämpft sich diese Frau nackt durch die Wassermengen.

München - Bayern erlebt eine Jahrhundertflut: Seit der vergangenen Woche haben mehrere Städte mit dem Hochwasser zu kämpfen. Betroffene posteten zahlreiche Fotos der Katastrophe auf Facebook und Twitter.

Hochwasser in Tegernsee

Bayern erlebt eine Jahrhundertflut: In der vergangenen Woche hat es im Freistaat fast durchgehend geregnet. Das Wasser hat in vielen Städten dramatische Situationen hervorgerufen. Flüsse und Seen sind über die Ufer getreten, ganze Landstriche sind überflutet. Besonders schlimm hat es Passau getroffen. Die Dreiflüssestadt ist fast gänzlich im Wasser verschwunden. Häuser sind vollgelaufen, die Bewohner wurden in der Folge evakuiert, Universität und Schulen mussten schließen.

Hochwasser: Bilder aus sozialen Netzwerken

Hochwasser: Bilder aus sozialen Netzwerken

Das dramatische Hochwasser in Bayern bewegt auch viele Menschen im Internet. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter bieten dabei längst nicht nur Informationen. „Es zeigt sich wieder einmal, dass die Bayern und die deutschen zusammen halten. Lebe im Saarland und würde gerne helfen...!“ - So oder so ähnlich lesen sich viele Beiträge auf der Facebook-Seite „Hochwasserhilfe Passau“, die von Bürgern in Passau erstellt wurde. Mehr als 5000 Nutzer haben sich in kurzer Zeit vernetzt und bieten betroffenen Menschen Sachspenden, Schlafplätze oder tatkräftige Hilfe an.

Hochwasser: Das hier war mal eine Autobahn

Hochwasser: Das hier war mal eine Autobahn

„Die Geschäfte brauchen Eure Hilfe. Einfach in die Stadt marschieren und nachfragen, wo man helfen kann“, heißt es in einem Beitrag. Menschen aus dem Umland schaffen Platz: „Wir bieten Unterkunft und Verpflegung für 2-3 Personen (gerne auch Kinder jeden Alters!)“, postet eine Nutzerin aus Chieming. Ein Arbeitgeber bittet um Hilfe für seinen Lehrling, dessen „gesamtes Hab und Gut von den Fluten des Inn überschwemmt“ wurde. Auch Notunterkünfte für Tiere gibt es: „Kann bis zu zwei Katzen / oder einen Hund aufnehmen. Kleintiere wie Nager sowieso“, schreibt eine weitere Nutzerin.

Auch beim Kurznachrichtendienst Twitter ist das Hochwasser ein Thema: Unter dem Schlagwort #hochwasser finden sich aktuelle Informationen, Fotos und Videos aus den betroffenen Regionen. Zahlreiche Helfer werden gesucht und koordiniert oder bieten sich an. Die Piratenpartei Bayern richtete im Netz eine Online-Börse für Helfer und Hilfesuchende ein.

Hochwasser an der Isar

Ebenso haben uns unsere Leser Fotos von der Jahrhundertflut geschickt. Hier zeigen wir Ihnen, was die Menschen in Bayern derzeit erleben müssen.

Hochwasser: Neue Bilder unserer Leser

Hochwasser: Neue Bilder unserer Leser

Freising steht am Rande einer Flutkatastrophe. Die Rettungskräfte sind nach einem dreifachen Bruch des Amper-Damms pausenlos im Einsatz. Darüber hinaus können die Wassermassen, die nach den starken Regenfällen aus dem Freisinger Moos ins Stadtgebiet drängen, nicht mehr abfließen.

Auch der Pegel der Isar ist dramatisch gestiegen. In München wurden Obdachlose, die unter den Brücken schliefen, vor den Fluten gerettet. An den Ufern des Flusses stehen die Bäume metertief im Wasser.

Die Bewohner von Murnau können mittlerweile aufatmen. Die Pegelstände der Loisach sinken langsam. Damit scheint der Ort das Schlimmste überstanden zu haben.

Im Landkreis Miesbach sind die Straßen überflutet. Die Anwohner mussten deshalb erst einmal auf die Müllabfuhr verzichten.

Hochwasserkatastrophe in Bayern

msa/lby/dpa

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