Pegel sprunghaft gestiegen

Jetzt droht uns Hochwasser!

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Landunter: Wie hier sieht es in vielen Ortschaften Bayerns nach den zuletzt warmen Tagen aus.

München - Die warmen Temperaturen in der vergangenen Woche könnten in Bayern noch ein Nachspiel haben. Weil der Schnee schnell taut, drohen nun Überschwemmungen.

Dauerregen und steigende Temperaturen haben übers Wochenende für Überflutungen, Lawinengefahr und Behinderungen auf Bayerns Straßen gesorgt. Montagfrüh meldeten bereits 23 der 239 Pegel im Freistaat Hochwasser. In der Nacht waren vor allem die Oberläufe der westlichen Donauzuflüsse, der Regen und einzelne Zuflüsse des Inn sprunghaft angestiegen. Am Nachmittag wurde auch in Passau die Meldestufe 1 erreicht ("stellenweise kleinere Ausuferungen").

Zwar ließ der Regen im Laufe des Montagvormittag nach, das milde Wetter sorgte aber weiterhin für ein Abschmelzen der vorhandenen Schneedecke. Da es am Dienstag am Nordrand der Alpen vom Allgäu bis ins Werdenfelser Land zu ergiebigen Niederschlägen kommen soll, droht dort ein erneutes Ansteigen der Wasserstände.

Der Montagmorgen begann für viele Pendler mit Verspätungen. Im Kreis Traunstein war die B 305 zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl wegen Überschwemmungen zeitweilig gesperrt. Zusätzlich sorgten Sturmböen für Behinderungen: An der Ausfahrt Seeshaupt an der A 95 blockierte ein umgestürzter Baum die Straße. Ein 47-jähriger Autofahrer hatte auf der Kreisstraße bei Holzkirchen Riesenglück: Ihm stürzte gegen 6.25 Uhr ein entwurzelter Baum direkt vors Auto. Er wurde nur leicht verletzt.

Verspätungen bei der Bahn

Wegen Sturm meldete auch die Bahn auf der Strecke Mühldorf–Rosenheim Verspätungen. Auf mehreren anderen Strecken (u.a. Treuchtlingen–Augsburg und Rosenheim–München) kam es zu Verspätungen aufgrund von Sturmschäden.

In den Bergen, wo derzeit oberhalb von 1500 Metern Orkanböen drohen, sorgte das milde Wetter - die Null-Grad-Grenze liegt oberhalb von 3000 Metern - in Kombination mit Neuschnee für erhöhte Lawinengefahr. In den Allgäuer Alpen wurde die zweithöchste Warnstufe 4 ("große Lawinengefahr") ausgerufen. Im übrigen bayerischen Alpenraum besteht Warnstufe 3 mit erheblicher Lawinengefahr.

Volker Pfau

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