Fahrerin hat sich gemeldet

Wildschweine überfahren - Verwirrung um Unfall

(v.l.) Jagdverbands-Chef Martin Kästl, Revierjäger Johann Ried und Schongaus Stadtförster Klaus Thien mit den vier überfahrenen Wildschweinen.

Hohenfurch – Für Aufsehen haben Anfang der Woche die vier überfahrenen Wildschweine auf der B 17 nördlich von Hohenfurch gesorgt. Jetzt ist alles doch anders, als es zunächst aussah.

Schongaus Stadtförster und Jagdberater Klaus Thien hatte sich geärgert, dass der Verkehrsteilnehmer – seiner Meinung nach habe es ein Lkw sein müssen – den Vorfall nicht gemeldet hat und die Tiere den ganzen Tag halb auf der Straße lagen, ehe Thien und der Hohenfurcher Jagdpächter die Kadaver abgeholt haben. Jetzt hat sich bei den Schongauer Nachrichten eine 42-jährige Hohenpeißenbergerin gemeldet, die die Tiere überfahren hat. Mit einem Mini-Van, keinem Lkw. „Und ich habe alles ordnungsgemäß gemeldet“, betont sie.

Passiert war es Montagfrüh gegen 3.30 Uhr. Die Frau wollte ihren Sohn und mehrere seiner Freunde zum Münchner Flughafen fahren, als urplötzlich die Schweine auf die Straße rannten. „Ich habe sofort die 110 gewählt und kam bei der Polizei Landsberg heraus. Die haben gesagt, ich soll nichts anfassen.“ Die Polizisten hätten die Tiere und die Autoteile – der Wagen war arg demoliert, aber fahrbereit – zur Seite geräumt und anschließend den Jagdpächter informiert. Weil lange unklar war, ob der Hohenfurcher oder der Kinsauer Jagdpächter zuständig war, ging es hin und her auch zwischen den Polizeidienststellen in Landsberg und Schongau – möglicherweise ist in diesem Zusammenhang etwas falsch rübergekommen oder verstanden worden bei den Jägern. Denn Schongaus Polizeichef Rudolf Fischer hat die Meldung der Hohenpeißenbergerin glasklar in den Akten stehen, wie er den Schongauer Nachrichten auf Nachfrage bestätigte. Thien war über diese neuen Erkenntnisse völlig überrascht. Und die Unfallfahrerin sieht sich rehabilitiert – und das völlig zurecht.

Boris Forstner

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