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Horror-Unfall in Sölden: "Es waren die Bremsen"

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Am Montag wurde der Unfall-Bus in Sölden geborgen und abtransportiert: Er wird nun von Fachleuten genau untersucht, um die Ursache für die Tragödie festzustellen. Vieles spricht dafür, dass die Bremsen versagten © EPA/ZOOM-TIROL / dpa

Sölden - Warum musste Rene P. (15) sterben? Warum schoss der Bus mit ihm und 36 weiteren Skifahrern in Sölden urplötzlich durch ein Holzgeländer und stürzte fünf Meter in die Tiefe? Vielleicht gibt es schon eine Antwort.

Kurz nach dem Unglück betonten jedenfalls mehrere Insassen des Busses bei einer Pressekonferenz, dass die Bremsen des Fahrzeugs ausgefallen waren. Und das ist nicht alles: Auch die Polizei geht von einem technischen Defekt aus (tz berichtete).

Augenzeuge Ralf Kaufmann, der direkt hinter dem Busfahrer saß, beschreibt die Szene so: „Plötzlich stank es im Bus.“ Allen sei sofort klar gewesen, dass irgendetwas mit den Bremsen nicht stimmt, dass dort etwas überhitzte oder brannte. Der Busfahrer drückte immer wieder auf das Pedal – ohne Effekt. Dann tat er etwas, wofür ihm die Insassen danken: Er steuerte den Bus mit der Seite immer wieder gegen die Felswand, um das Fahrzeug etwas abzubremsen. „Sonst hätte es ein Inferno gegeben.“ Als das Fahrzeug zur Brücke kam, rutschte es den Abhang hinunter und blieb dann erst an einem Pfeiler stehen. Der Busfahrer wurde dabei in der Führerkabine eingeklemmt und schwer verletzt. Kein Glück hatte der 15-jährige Bub aus Burgau (Kreis Günzburg). Er kam zwar gleich nach dem Unfall per Hubschrauber ins Klinikum, erlag aber dort seinen Verletzungen. „Er ist ein toller Bursche gewesen“, sagten die Augenzeugen über den beliebten Vereinskamerad.

tz

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