Im Kies steckte ein Mammutzahn

Emmerting - Wäre dieser Erdrutsch nicht gewesen … In Emmerting (Kreis Altötting) hat ein Arbeiter des Kieswerks tatsächlich einen fast intakten Mammut-Stoßzahn entdeckt.

Das Elfenbein lag in 22 Meter Tiefe. „Das war rein zufällig“, so der Finder Günter Bergmann gegenüber der Passauer Neuen Presse. Das Relikt aus der Eiszeit steckte in einem Teil der Kiesgrube, in dem eigentlich nicht mehr abgebaut wird. Bis dieser Erdrutsch runterging…

Bergmann dachte zunächst, dass es sich beim dem Stoßzahn um einen Ast oder ähnliches handelte, das aus dem Kies ragt. Schließlich hatte er einen Teil des Fundes schon vor einer Woche entdeckt. Doch erst ein weiterer Rutsch gab den Rest frei. „Die Spitze ist leider gleich zerbröselt“, so der Finder, zudem seien vorne zwei kleine Stücke abgebrochen.

Der Zahn werde sich aber laut Mammut-Experte Robert Darga rekonstruieren lassen. Der Leiter des Siegsdorfer Naturkunde- und Mammut-Museum erklärte, dass die Feuchtigkeit aus dem Stoßzahn sehr langsam durch andere Materialien ersetzt werden müsse.

Nach einer Schätzung von Darga handle es sich bei dem Fundstück um den Stoßzahn eines männlichen Wollhaar-Mammuts. Zwischen 40 000 und 60 000 Jahre könnte der Zahn alt sein.

Der Finder will den Zahn der Gemeinde Emmerting überlassen. Bürgermeister Josef Meier betonte, wie wichtig es ihm sei, dass der Zahn erhalten werde: „Das ist etwas Einmaliges.“

Was zutrifft: Teile von Mammut-Stoßzähnen würden laut Martin Nose vom Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie öfters gefunden. Ein fast komplett erhaltener Stoßzahn sei hingegen eine Seltenheit.

Quelle: tz

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