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Risiko in Bayern am höchsten

Immer mehr von Altersarmut bedroht

München - Das Statistische Bundesamt hat am Mittwoch aktuelle Zahlen zum Risiko der Altersarmut vorgelegt. Das Resultat ist erschreckend, vor allem, was den Freistaat angeht.

Immer mehr ältere Menschen in Deutschland sind von Altersarmut bedroht. Und die Zahl der von Armut bedrohten über 65-jährigen Menschen steigt stärker als im Bevölkerungsdurchschnitt.

In den alten Bundesländern war im vergangenen Jahr nach den veröffentlichten Zahlen jeder siebte Ältere von Armut bedroht (14,8 Prozent), in den neuen Bundesländern war dies nur jeder Achte (12,5 Prozent). Im Vergleich zum Jahr 2011 stieg das Risiko, im Alter arm zu sein, im Osten und Westen um jeweils 1,1 Prozent. Als armutsgefährdet gilt nach der EU-Definition, wer von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung seines Bundeslandes leben muss.

So lässt sich auch erklären, dass der Freistaat zwar mit 11,3 Prozent den Spitzenwert aufweist, nach Angaben der Statistiker aber zu den Bundesländern gehört, in denen das sogenannte relative Armutsrisiko am höchsten ist. In Bayern sind Mieten und Lebenshaltungskosten bundesweit am höchsten und es gibt sehr viele alte Menschen. Andererseits werden hier sehr hohe Einkommen gezahlt, so dass der Durchschnittsverdienst der Bevölkerung deutlich höher liegt als in etlichen ärmeren Bundesländern.

Ältere Menschen benötigen also in Bayern (sowie im Saarland und in Rheinland-Pfalz) viel mehr Geld, um nicht unter die Armutsgrenze zu kommen. In Berlin, Hamburg und Sachsen droht den älteren Menschen das bundesweit geringste relative Armutsrisiko.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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