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Folgen der Corona-Impfung: Bayern veröffentlicht Menge der anerkannten Impfschäden - die Zahl überrascht

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Von: Katharina Haase

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Corona Impfzentrum in München Menschen stehen in München zum Impfen an.
Corona in Deutschland: Menschen stehen in München zum Impfen an. © Alexander Pohl/imago

Immer wieder lamentieren Impfgegner, dass die Corona-Vakzine zu schweren Folgeschäden führen. Wie hoch die Zahl der Betroffenen in Bayern derzeit tatsächlich ist, ist nun bekannt.

Bayreuth - Seit mehr als einem Jahr werden nun bereits Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland vorgenommen. Obwohl Impfgegner immer wieder die gesundheitlichen Schäden anführen, die als Gefahr von einer solchen Immunisierung ausgehen sollen, wurden bis jetzt lediglich vier Fälle von sogenannten Impfschäden im Freistaat anerkannt. Drei weitere Anträge seien abgelehnt, zwei zurückgezogen worden, teilte das zuständige Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) in Bayreuth mit. Insgesamt stünden noch 263 Anträge aus. Zum Vergleich: Seit Beginn der Pandemie* sind im Freistaat, laut Angaben des RKI, bereits rund 25 Millionen Dosen der unterschiedlichen Corona-Vakzine verabreicht worden.

Dauerhafte Schäden durch Corona-Impfung? Institut in Bayreuth veröffentlich derzeitige Ergebnisse

Um welche Impfschäden es sich bei den vier Betroffenen handelt, teilt die Behörde aus Datenschutzgründen nicht mit. Ein Impfschaden ist laut Infektionsschutzgesetz „die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung“ (§2). ZBFS-Sprecher Benjamin Vrban erklärte zudem, dass ein lediglicher zufälliger zeitlicher Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung nicht ausreiche, um als Impfschaden anerkannt zu werden.

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„Absolute Ausnahme“: Dauerhafte Impfschäden durch Corona-Vakzine extrem selten

Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) verweist darauf, dass unerwünschte Reaktionen im zeitlichen, nicht aber unbedingt im ursächlichen Zusammenhang mit einer Impfung gemeldet würden. Ob eine Reaktion tatsächlich eine Folge der Impfung ist, könnten nur Studien beweisen. „Nach derzeitigem Kenntnisstand sind schwerwiegende Nebenwirkungen sehr selten und ändern nicht das positive Nutzen-Risiko-Verhältnis der Impfstoffe.“ Sehr seltene Impfkomplikationen über einen langen Zeitraum seien die „die absolute Ausnahme“, heißt es von Seiten des Instituts.

Typische Beschwerden nach einer Impfung sind laut Deutscher Gesellschaft für Immunologie Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und Fieber. „Diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab“, heißt es vom RKI. Wenn Beschwerden länger als ein paar Tage andauerten, außergewöhnlich stark sind oder Komplikationen auftreten wie neurologische Störungen oder Herzmuskelentzündungen, sollte man zum Arzt gehen, rät ZBFS-Sprecher Vrban. Ein wirklich dauerhafter Impfschaden könne dem Experten zufolge frühestens rund sechs Monate nach der Impfung festgestellt werden und sei nur mit fachärztlicher Begutachtung verifizierbar.

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Dauerhafte Folgeschäden nach Corona-Impfung: Betroffene erhalten monatliche Zusatzleistungen vom Staat

Bei einer offiziell von einem Land empfohlenen Impfung greift im Fall von Impfschäden laut Gesetz das soziale Entschädigungsrecht - Geschädigte können auf Geld vom Staat hoffen. Maßgeblich ist das Bundesversorgungsgesetz. Je nach Schweregrad steht Impfgeschädigten eine Grundrente zu - von 156 bis 811 Euro monatlich, wie Vrban erklärt. Abhängig von der Schwere der Impfschäden und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Betroffenen seien auch Zusatzzahlungen möglich. In extremen Fällen könne die Summe der monatlichen Versorgungsleistungen deshalb bis zu 15.000 Euro betragen, so Vrban. Wie viel Bayern für die bisher vier Betroffenen zahlen muss, werde derzeit berechnet, aber wegen der geringen Zahl der Geschädigten nicht veröffentlicht. kah*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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