Leiche am Ufer gefunden

Münchner Wanderin stirbt bei 80-Meter-Sturz in den Königssee

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Die Rettungskräfte konnte nichts mehr für die Frau tun.

St. Bartholomä - Was für ein Drama: Eine Münchnerin wanderte am Königssee und stürzte dann mehr als 80 Meter in die Tiefe. Ihre Leiche fand die Polizei im Wasser.

Trauriges Unglück in Berchtesgaden. Eine 53-jährige Münchnerin ist beim Wandern am Königssee zwischen 70 und 80 Meter in den Tod gestürzt. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, machte die Frau in Schönau Urlaub und fuhr am Freitagmittag mit einem Schiff nach St. Bartholomä.

Von dort aus wanderte sie auf einem gekennzeichneten Weg zum Funtensee. Unten am Steig nahm sie die ersten Serpentinen, doch dann kürzte sie wohl ab, um sich weitere Kehren zu sparen.

Schnee und nasses Laub

Obwohl sie gute Wanderschuhe hatte, verlor sie den Halt und stürzte daraufhin zwischen 70 und 80 Meter durch eine steile Rinne in den Königssee. Schneebedecktes und nasses Laub wurde ihr in dem steilen Gelände zum Verhängnis.

Ein Urlauberpaar, das sich 50 Meter entfernt im Aufstieg befand, beobachtete den Absturz und verständigte die Berg- und die Wasserwacht. Ein Einsatzboot mit Notärzten und Polizei fuhr zur mutmaßlichen Unglücksstelle in Richtung Eisbach.

Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.


Die abgestürzte Frau wurde dann leblos im Wasser treibend, rund zehn Meter vom Ufer entfernt aufgefunden. Nach Angaben des örtlichen Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) war die Frau nicht ertrunken, sondern hatte sich bei dem Absturz schwere Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen und einen Genickbruch zugezogen. Immer wieder macht das BRK die Erfahrung, dass Wanderer die unterschiedlichen Witterungsverhältnisse unterschätzen.

BRK-Pressesprecher warnt alle Wanderer

BRK-Pressesprecher Markus Leitner warnte vor allem die Bergwanderer und Bergsteiger, die schon auf den Sommer eingestellt sind. Der erneute, späte Wintereinbruch habe unerwartet viel Schnee mit sich gebracht. „Es ist rutschig, es drohen Lawinen und Steinschlag und der teilweise tiefe Schnee fordert wesentlich mehr Kondition und zusätzliche Kleidung“, sagte er zur dpa.

So habe man einen völlig erschöpften 22-jährigen Urlauber aus Nordrhein-Westfalen vor kurzen gerettet, sagte Leitner. Der junge Mann wollte auf den 1781 hohen Zwiesel steigen, rechnete aber nicht mit dem dreiviertel Meter Neuschnee. Bei der geschlossenen Zwieselalm brach er am Ende seiner Kräfte zusammen. Nach seinem Notruf rückte die BRK-Bergwacht aus und brachte den Mann sicher ins Tal.

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