Attacke aus dem Nichts

Fußballfan (16) im Zug nach Ingolstadt brutal angegriffen - Täter rastete wegen Vereins-Emblem aus

Ingolstadt: Fußballfan (16) im Zug brutal angegriffen - Täter rastete wegen Vereins-Emblem aus
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In einem Zug, der nach Ingolstadt fahren sollte, ist ein Jugendlicher offenbar wegen eines Fußball-Emblems angegriffen worden (Symbolbild).

Zu einem Angriff auf einen 16-Jährigen kam es in einem Zug, der nach Ingolstadt fahren sollte. Ein Unbekannter attackierte den Fußballfan - wohl wegen seines Vereins.

  • Zu einem Angriff auf einen 16-Jährigen kam es in einem Regionalzug
  • Mit zwei weiteren Jugendlichen wollte der 16-Jährige von München nach Ingolstadt fahren.
  • Im Zug wurde er von einem Unbekannten getreten und von einem weiteren Täter bedroht - wohl wegen des Logos eines Fußballvereins auf seiner Kleidung.

Ingolstadt - Ein 16-Jähriger aus Kösching im Landkreis Eichstädt ist am Pfingstsonntag (31. Mai) von Unbekannten attackiert worden - vermutlich, weil er einen Pullover mit dem Vereinswappen des SSV Jahn Regensburg trug. Wie die Bundespolizei mitteilt, wollte der 16-Jährige mit seinem 14 Jahre alten Bruder und einer 15-jährigen Freundin aus Ingolstadt mit der Regionalbahn 59162 von München nach Ingolstadt fahren. 

Die Fahrgäste stiegen um 18.20 Uhr in das vorletzte Abteil des Zuges ein, der von Gleis 20 am Münchner Hauptbahnhof mit Endstation Nürnberg abfahren sollte. Laut Polizei trat dem 16-Jährigen beim Verstauen des Gepäcks ein Unbekannter überraschend mit dem Fuß gegen die Hüfte. Der Jugendliche ging daraufhin zu Boden. 

Im Zug nach Ingolstadt: Fußballfan (16) wird brutal angegriffen - Weiterer Unbekannter droht ihm

Der Unbekannte fragte ihn daraufhin, warum er einen Pullover des SSV Jahn Regensburg trage und ob er der dortigen Hooligan-Szene angehöre. Ein weiterer unbeteiligter Begleiter des Täters bedrohte den 16-Jährigen zielgerichtet mittels Geste - laut Polizei fuhr er sich mit dem Daumen über die Kehle. 

Als sich mehrere Reisende einmischten und die beiden Tatverdächtigen aufforderten, den angegriffenen Jugendlichen in Ruhe zu lassen, verließen beide Unbekannte das Abteil. Die drei Jugendlichen verließen nach der Attacke den Zug im Hauptbahnhof München und machten Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn auf den Vorfall aufmerksam. Der 16-Jährige verspürte kurzzeitig Schmerzen im Hüftbereich, die aber wieder nachließen. Offensichtliche Verletzungen konnten nicht festgestellt werden. Folglich war keine ärztliche Versorgung erforderlich. 

Ingolstadt: Nach Angriff auf 16-Jährigen - Bundespolizei durchsucht Zug aus München

Für die Fahndung nach den Tätern wurde der Regionalexpress am Bahnhof Petershausen auf polizeiliche Anordnung hin zurückgehalten. Beamte der Landespolizei konnten die beiden Tatverdächtigen jedoch nicht entdecken, heißt es im Bericht der Bundespolizei. Allerdings meldete sich eine 48-Jährige aus dem Landkreis Dachau als Zeugin. Nach Abschluss des Polizei-Einsatzes konnte der RE 59162 mit rund 40-minütiger Verspätung in Richtung Ingolstadt und schließlich nach Nürnberg weiterfahren. 

Die Bundespolizei wertet nun die Videoaufzeichnung des RE sowie Kameraaufnahmen vom Bahnsteig am Hauptbahnhof aus. Aufgrund der vielen Reisenden im Zug Richtung Ingolstadt hatte der Halt in Petershausen große Öffentlichkeitswirksamkeit

Fußballfan (16) im Zug nach Ingolstadt brutal angegriffen - Täter rastete wohl wegen Vereins-Emblem aus

Die Bundespolizei geht davon aus, dass der Vorfall Fußballbezug hatte. Als Auslöser der Aggression gilt ein vom Geschädigten getragener roter Pullover mit Kapuze. Darauf war ein großes Wappen des SSV Jahn Regensburg abgebildet. Dieses Kleidungsstück hatte zuvor schon in München an der Isar zu Problemen mit Fans des TSV 1860 geführt. 

Der mutmaßliche Täter, der den 16-Jährigen angegriffen hatte, wird als zwischen 175 und 180 cm groß, etwas stämmig mit leicht gebräunter Hautfarbe geschildert. Er hatte kurze schwarze kurze Haare und dunklen Dreitagebart. Bekleidet war er mit einem schwarzen T-Shirt und Jeans. Sein Begleiter soll dünn und etwas kleiner gewesen sein. Er hatte kurze dunkelblonde Haare und war ohne Bart, trug ein schwarz-dunkelgraues Tuch als Maske, zudem ein T-Shirt. Die Bundespolizei ermittelt wegen Körperverletzung und Bedrohung und bittet Zeugen des Vorfalls oder Personen, die aufgrund der Beschreibung die Tatverdächtigen kennen, sich unter der Rufnummer 089/515550-111 bei der Bundespolizeiinspektion München zu melden.

nema

Auf der A9 bei Ingolstadt kam es kürzlich zu einem furchtbaren Unfall. Ein junger Motorradfahrer verlor dabei sein Leben. Im Juni wurden in Ingolstadt Schüsse gemeldet. Ein Mann starb nach einem Streit in einem Internetcafé.

Auf einer ICE-Fahrt von Bamberg nach Nürnberg kam es zu einem Vorfall, bei dem mehrere Personen verletzt wurde. Ein 19-Jähriger flippte komplett aus - und flüchtete.

Auf der B13 im Landkreis Pfaffenhofen kam es am Dienstagnachmittag (2. Juni) zu einem schrecklichen Unfall. Zwei Personen starben noch an der Unfallstelle.

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