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Innenminister erinnert an ermordeten Polizisten

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Polizist in Augsburg erschossen
Bewaffnete und maskierte Polizisten riegeln den Siebentischwald ab. © picture alliance / dpa/Archivbild

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat am Donnerstag an den vor zehn Jahren ermordeten Augsburger Streifenpolizisten Mathias Vieth erinnert. Zusammen mit dem Augsburger Polizeipräsidenten Michael Schwald legte Herrmann am Tatort im Siebentischwald in Augsburg einen Kranz nieder. In dem Wald war auf Initiative von Vieths Kollegen bereits im Jahr 2012 ein Gedenkstein errichtet worden.

Augsburg - „Wir werden Mathias Vieth niemals vergessen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren“, betonte Herrmann. „Er war ein Polizist mit Leib und Seele, hochengagiert und hilfsbereit.“

Der 41 Jahre alte Polizeihauptmeister war am 28. Oktober 2011 bei einer Schießerei mit zwei Schwerverbrechern ums Leben gekommen, Vieths Streifenkollegin wurde verletzt. Zuvor hatte es eine Verfolgungsjagd gegeben. Die Polizisten hatten in der Nacht gegen 2.45 Uhr an einem Parkplatz die zwei Verdächtigen kontrollieren wollen, die dann sofort die Flucht ergriffen und wenige Minuten später in dem Stadtwald mit Schnellfeuergewehren auf die Beamten schossen.

Die beiden Polizistenmörder, ein damals 56 und 58 Jahre altes Brüderpaar, hatten damals wohl schwer bewaffnet einen Raubüberfall vorbereiten wollen, als sie von den Polizisten überrascht wurden. In zwei separaten Verfahren wurden die Brüder vom Landgericht Augsburg jeweils zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt und auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt, so dass eine vorzeitige Freilassung nach bereits 15 Jahren kaum möglich ist.

Im Fall des jüngeren Bruders, der bereits 1975 einen Polizisten erschossen hatte, wurde zudem die spätere Sicherungsverwahrung angeordnet, so dass der Mann wenig Chancen hat, jemals wieder freizukommen. Der Bundesgerichtshof bestätigte beide Urteile.

„Es ist erschütternd, mit welchem Hass und mit welcher Brutalität unsere Polizistinnen und Polizisten oftmals konfrontiert werden“, sagte der Innenminister. dpa

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