Herrmann: Keine türkischen Schulen in Deutschland

München - Innenminister Joachim Herrmann hat deutliche Kritik am türkischen Premier Recip Tayyip Erdogan und dessen Forderung nach türkischsprachigen Schulen und Unis in Deutschland geübt.

„Wenn der türkische Premierminister dafür wirbt, dass wir türkischsprachige Universitäten und Schulen einrichten sollen, ist das das Gegenteil von Integration“, sagte Herrmann.

Zugleich wies der Minister in scharfer Form Ansprüche zurück, auch Nicht-EU-Bürger sollten das kommunale Wahlrecht in Deutschland erhalten. Es sei „absurd“, aus diesem Vorrecht von EU-Bürgern entsprechende Forderungen auch für alle anderen Ausländer abzuleiten.

Herrmann sprach auf Einladung der „Griechischen Akademie“ zum Thema „Migration und Integration“ in Europa. Zuvor hatten Berichte über einen von Erdogan nach Istanbul einberufenen Kongress von Auslandstürken für Irritationen gesorgt. Erdogan hatte dabei erneut beklagt, Assimilation sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Außerdem hatte er die Verweigerung des Doppelpasses als Verstoß gegen Grundrechte verurteilt und die Auslandstürken aufgefordert, in ihren Gastländern im Sinne der Türkei politisch aktiv zu werden.

geo

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