Ampel soll Verkehr auf Autobahn bringen

Inntal: Staufalle gegen die Vignetten-Sparer

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Bis Dezember 2013 konnte die Autobahn bis Kufstein-Süd ohne Pickerl benutzt werden.

München - Stehen oder blechen – auf diese Formel lässt sich der Plan reduzieren, mit dem sich Kiefersfelden und Kufstein Entlastung vom Ausflugsverkehr erhoffen.

Ende kommender Woche wollen die zwei geplagten Anrainer an die Inntalautobahn ein Konzept dafür vorstellen. Denn seit auf der Autobahn die Vignetten-Befreiung bis Kufstein-Süd aufgehoben wurde, hat in den Orten der Verkehr massiv zugenommen. Eine Ampel soll nun die (Er-)Lösung bringen.

In Kufstein etwa fahren seit der Vignettenpflicht bis zu 16 400 Autos durch die Stadt. Viele Leute wollen natürlich im Winter zum Skifahren, nach Söll, Scheffau, Ellmau oder St. Johann. Und alle, die hier unterwegs sind, wollen sich eines sparen – das Pickerl, das 8,70 Euro für zehn Tage kostet. Also bei Kiefersfelden raus auf die Bundesstraße. Wer will es den Leuten verdenken, sich die Ausgabe für die paar Kilometer Autobahn zu sparen?

Sicher nicht Bürger diesseits und jenseits der Grenze. Doch die Belastung durch den Ausflugsverkehr fordert die Kommunen zu einer Notmaßnahme heraus: Auf der Tiroler Seite der Bundesstraße soll eine sogenannte Dosierampel her: Die schaltet auf Rot, wenn über 500 Autos pro Stunde durchfahren. Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel erklärt dazu, was im Kufsteiner Stadtteil Zell passiert: „Es gibt dort an Samstagen derartige Staus, dass die Bevölkerung fast keine Möglichkeit hat, sich im eigenen Stadtteil mit dem Auto zu bewegen.“ Kiefersfeldens Bürgermeister Hajo Gruber erhofft sich einen Lerneffekt durch die Ampel und den programmierten Stau auf österreichischer Seite. „Vielleicht nimmt dann der eine oder andere beim nächsten Mal die Autobahn.“ Die Ampel soll im Januar aufgestellt werden, dann beginnt ein achtwöchiger Probebetrieb.

mc

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