Ex-Clubberer-Präsident Michael A. Roth

Insolvenzantrag gestellt: Aro ist wieder pleite

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Michael A. Roth.

Nürnberg - Sein berufliches Lebenswerk sind die Aro-Teppich-Welten, sein privates der Fußballverein 1. FC Nürnberg. Doch bei beiden sieht es recht düster aus: Das Unternehmen steht jetzt sogar vor der Pleite.

Michael A. Roth trat als Präsident vor fünf Jahren zurück, und der Club dümpelt im Mittelfeld der Zweiten Liga. Und für Aro hat der 80-Jährige nun bereits zum zweiten Mal einen Insolvenzantrag gestellt. Dieses Mal könnte er das endgültige Aus bedeuten.

Seit der Gründung im Jahr 1956 ging es steil bergan, Teppiche und Bodenbeläge waren stark gefragt. Aro erweiterte und eröffnete ständig neue Filialen. 135 waren es schließlich, und 1995 war das Unternehmen in Deutschland Marktführer bei Teppichböden und Orientteppichen.

Getragen vom Erfolg konnte Michael A. Roth seiner Leidenschaft frönen: Er wurde 1979 zum Präsident des 1. FC Nürnberg gewählt. Die Clubberer erlebten unter ihm turbulente, aber auch erfolgreiche Zeiten. Während seiner zwei Amtszeiten (1979 bis 1983 und 1994 bis 2009) arbeiteten 15 Trainer bei dem Verein, die als Antrittsgeschenk schon mal einen wertvollen Teppich erhielten.

Der sportliche Existenzkampf des Clubs, der letztlich doch im Abstieg endete, verlief fast parallel zum Niedergang der Aro-Märkte. Möbeldiscounter und Internet wurden zu einer immer stärkeren Konkurrenz. 2013 stellte Aro deshalb schon einmal einen Insolvenzantrag und verkündete die Insolvenz in Eigenregie. Das war letztlich erfolglos, wie Michael A. Roth nun eingestehen musste, als er nun erneut einen Insolvenzantrag stellte.

Alle Maßnahmen hatten keine Wirkung gezeigt. Die Zahl der Filialen war auf 54 geschrumpft worden, von einstmals über 1000 Mitarbeitern blieben nur noch 260. Und auch die müssen bangen, denn der Insolvenzverwalter spricht von einer sehr ernsten Situation und schließt eine komplette Abwicklung nicht aus. Den Club konnte Roth einstmals vor der Pleite retten, beim eigenen Unternehmen wird ihm das wohl nicht mehr gelingen.

V. Pfau

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