Weg frei für die Isental-Autobahn

A94 wird erweitert: Diese Bauten stehen schon!

A94 Neubaustrecke Parstetten-Heldenstein
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Auf Höhe Pausenberg wartet eine Röhre auf die A94-Fahrbahnen.
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Bei Haidvocking existiert schon die Trasse.
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Imposant: die Lappachtalbrücke.
A94 Neubaustrecke Parstetten-Heldenstein
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Die B15 wird südlich von Dorfen überquert.
A94 Neubaustrecke Parstetten-Heldenstein
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Eine Brücke bei Schwindkirchen.

München - Im Laufe der Woche hat die Autobahndirektion Südbayern den Auftrag zum Weiterbau der A94 nach Pocking vergeben. Einige Bauwerke standen schon vorher.

Es sind diese Bauwerke, die zunächst für Empörung sorgen. Weil halt anscheinend öffentliche Gelder verschwendet wurden: Brücken mitten in der Landschaft ohne Straßenanschluss, Röhren ins Nirgendwo, Trassen sinnlos gegraben … Doch dahinter steckt ein Plan – dass, wenn es losgehen darf, es auch schnell losgehen kann. Im Laufe der Woche hat die Autobahndirektion Südbayern den Auftrag zum Weiterbau der A94 nach Pocking vergeben.

Es geht um den 33 Kilometer langen Abschnitt der jahrelang heftig umkämpften Isental-Autobahn von Pastetten nach Heldenstein. Den Zuschlag des 400-Millionen-Euro-Projekts erhielt nun ein Bieterkonsortium aus der Baufirma Berger (Passau) und einer Tochter des französischen Unternehmens Eiffage S.A. „Damit hat dasselbe Bieterkonsortium gewonnen, das schon den Ausbau der A8 München–Augsburg bewältigt hat“, so Josef Seebacher von der Autobahndirektion Südbayern.

Schon jetzt stehen entlang der Trasse einige der insgesamt 57 Brücken. Eben jene, die anscheinend sinnlos in der Landschaft stecken. Bereits im Januar könnte es mit dem Weiterbauen losgehen, dann kommen an diese Bauwerke zugehörige Fahrbahnen.

Trotz großen Protesten hatte sich die Autobahndirektion im Jahr 2012 mit dem Trassenplan der Isental-Autobahn vor den Gerichten endgültig durchgesetzt. Die Finanzierung der Strecke erfolgt nun nach dem Public-Private-Partnership-Modell, wonach der Staat eine Anschubfinanzierung von 215 Millionen Euro gewährt und den Rest das Konsortium zusteuert. Dafür erhält es für 30 Jahre auf den insgesamt 77 Kilometern von Forstinning bis Marktl die Lkw-Maut. Neben dem Neubau muss das Konsortium auch diese Strecke erhalten und betreiben. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) geht davon aus, dass im Oktober 2019 die Arbeiten abgeschlossen sind.

mc

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