Absturz-Tragödie

Drei Bayern aus dem Leben gerissen - Allgäuer stirbt an seinem Geburtstag - Pilot unter Verdacht

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Ein Foto von den Rettungsbemühungen in den Alpen nach der verheerenden Kollision.

Bei einem Flugzeugunglück in den italienischen Alpen sind sieben Menschen gestorben. Darunter auch drei Bayern, die in ihren Heimatgemeinden sehr beliebt und geachtet waren. Der Pilot steht unter Verdacht.

Update vom 4. Juli 2019: Ein heftiger Ausbruch des Vulkans Stromboli in Italien hat Touristen und Einwohnern Angst und Schrecken eingejagt. Ein Wanderer kam ums Leben.

Update am 29. Januar 2019: Am Freitag waren ein Touristen-Kleinflugzeug und ein Hubschrauber am Rutor-Gletscher im Aostatal zusammengestoßen und abgestürzt. Sieben Menschen kamen ums Leben, darunter drei Helikopter-Insassen aus Bayern, allesamt Ski-Touristen.

Unter den Todesopfern sind eine 52-Jährige sowie ein 53-Jähriger, der am Tag des Unfalls Geburtstag hatte. Das Ehepaar stammte aus Pfaffenhausen (Landkreis Unterallgäu), bestätigte die Staatsanwaltschaft in Aosta der Deutschen Presse-Agentur. Daneben starb Max Schierer Junior bei der Kollision. Der 48-jährige war ein beliebter Unternehmer in Cham. 

Zusammenstoß von Hubschrauber und Flugzeug in Italien

Ein weiterer schrecklicher Vorfall passierte, als ein Flugzeug auf dem Weg von Wangerooge nach Hannover über der Nordsee abstürzte, wie nordbuzz.de berichtet.

Auch in Äthiopien gab es ein tragischen Unglück. Eine Boeing 737 von Ethiopian Airlines stürzte kurz nach dem Start nahe Addis Abeba ab. Alle 157 Insassen starben. Während Bauarbeiten an der Oberstdorfer Skiflugschanze hat sich ein Unfall ereignet. Ein Hubschrauber stürzte auf den Boden. Der Pilot wurde verletzt.

Nach Absturz-Drama in den Alpen: Pilot des Flugzeugs unter Verdacht

Staatsanwalt Carlo Introvigne sagte am Dienstag, der Flugzeug-Pilot habe eine Aussage zunächst verweigert. Er wird beschuldigt, den Zusammenstoß verursacht zu haben. Derzeit liegt er noch im Krankenhaus.

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Möglich ist, dass die französische Maschine in den italienischen Luftraum eingedrungen ist, ohne die dortige Flugsicherung zu informieren. Die deutschen Opfer befanden sich alle an Bord des Helikopters. Der Unfallort liegt im Länderdreieck zwischen Italien, Frankreich und der Schweiz im hochalpinen Gebiet.

Große Trauer um Allgäuer Ehepaar nach Helikopter-Absturz: „Wir sind geschockt“

Wie berichtet (siehe unten) nahm man in Cham emotional Abschied von dem Unternehmer Max Schierer Junior. Auch in Pfaffenhausen löste der Tod des Allgäuer Ehepaars große Bestürzung aus. Sie führten ein Schuhgeschäft. „Wir sind geschockt. Das Paar war in der Gemeinde hochgeachtet. Sie hatten mit ihrem Geschäft einen hervorragenden Ruf, weit über die Ortsgrenzen hinaus. Es ist ein tragisches und unnötiges Unglück“, so Pfaffenhausens Bürgermeister Franz Renftle (51) auf Anfrage der Bild.

Neben den drei Bayern starben auch noch ein Bergführer († 48) aus dem Schwarzwald, zwei Flugschüler in dem Flugzeug sowie der Helikopter-Pilot aus Italien († 53).

Ein Foto von den Rettungsbemühungen in den Alpen nach der verheerenden Kollision.

Ein Kleinflugzeug ist im März 2019 in Bayern abgestürzt.

Absturz in den Alpen: Emotionaler Abschied von Unternehmer aus Cham – „Ein Wahnsinnsverlust“

Erstmeldung am 27. Januar 2019: Cham - Was anfangs noch als Vermutung galt, ist jetzt gewiss: Max Schierer junior, Geschäftsführer der gleichnamigen GmbH in Cham, ist tot. Der 48-Jährige starb bei dem tragischen Unglück am Freitag in den italienischen Alpen, als ein Kleinflugzeug mit einem Helikopter zusammenstieß. Er ist eines von insgesamt sieben Todesopfern.

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Flugzeug-Unglück in Italien: Schierer hinterlässt Ehefrau und zwei Söhne

Der Baustoffhändler und Renovierungsmeister mit Firmenstandorten in Bayern und Tschechien, war in ganz Cham als herzensguter und liebenswerter Mensch bekannt und geschätzt. Neben Ehefrau Martina hinterlässt er auch zwei Söhne im Alter von gerade einmal zehn und 14 Jahren, wie die Mittelbayerische berichtet. 

Max Schierer Junior starb bei dem Flugzeug-Drama in den italienischen Alpen.

Zum Tod von Max Schierer: „Ein Wahnsinnsverlust“

„Das ist ein Wahnsinnsverlust für seine Familie, das Unternehmen und die Wirtschaftsregion“, sagte IHK-Geschäftsführer Richard Brunner in der Mittelbayerischen Zeitung und Bürgermeisterin Karin Bucher ergänzt: „Er war ein g’höriger Mensch! Das ist das größte Kompliment, das ich zu vergeben habe. Und das gilt für die ganze Familie Schierer.“ 

Er war „immer Mensch“ charakterisiert ihn der Freund und Wegbegleiter Dr. Andreas Stangl. Und Bürgermeisterin Bucher bestätigt die Bescheidenheit des Unternehmers. Er habe seine Bekanntheit nie heraushängen lassen. „Das ist eine absolute Katastrophe“, so Bucher.

Auch unter den Mitarbeitern galt Schierer als äußerst beliebt. „Seine Unternehmenskultur und sein Umgang mit den Mitarbeitern waren beispielhaft. Er hatte das Herz am rechten Fleck – ich kann das alles immer noch nicht glauben.“

Video: Hubschrauber kollidiert mit Flugzeug - Fünf Menschen sterben

Flugzeug-Unglück in den Alpen: Statement des Eishockeyvereins Straubing Tigers

Neben dem sogenannten Heli-Skiing, dass dem Unternehmer letztlich zum Verhängnis wurde, hatte Max Schierer zudem eine weitere große Leidenschaft. Er war großer Eishockey-Fan und zudem Anteilhaber des Vereins Straubing Tigers.

Dessen Geschäftsführerin Gaby Sennebogen erklärte in einem Statement auf der Website des Vereins: „Wir betrauern den Verlust einer starken Persönlichkeit und eines wunderbaren Menschen. Unsere Anteilnahme gilt seinen Angehörigen, allen voran seiner Ehefrau Martina und seinen beiden Söhnen.“ 

Die Straubing Tigers kassierten am Sonntagabend die erste Auswärtsniederlage der Saison. In Hinblick auf die Schocknachricht zum Tod des Gesellschafters Schierer dürfte dies wohl auf einiges Verständnis stoßen. 

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Auf Mallorca kam die Münchner Familie Inselkammer bei einem Helikopterabsturz ums Leben - nicht der erste Schicksalsschlag.

kah

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