Propheten im Schneechaos

Wetterkerze vs. Jägerhuber: So wird der Winter

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Sind sich uneins über das Wetter der bevorstehenden Monate: Josef Haslinger (l) und Josef Jägerhuber

München - Wetterkerze vs. Jägerhuber: Wird er nun oder wird er nicht schneereich, der Winter 2013/14? Zwei Wetterpropheten aus der Region sind sich bei dieser Frage alles andere als einig.

Wetterprophet Jägerhubers schlechte Prognose für 2014

Der Winter wird lang und ungemütlich, sagt der eine. Der Winter kommt ohne Schnee, sagt der andere. Die beiden Wetterpropheten Josef Jägerhuber und Josef Haslinger teilen sich zwar den gleichen Vornamen. Doch was den Winter betrifft, könnten ihre Voraussagen unterschiedlicher nicht sein. Schnee oder kein Schnee - wir haben die beiden Vorhersagen unter die Lupe genommen. Das sagt Josef Jägerhuber (87), Wetterprophet aus Starnberg:

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Schon im Oktober soll der erste Schnee kommen - diesen ungemütlichen Herbst sagt uns Starnbergs Wetterprophet voraus. Naja, nicht ganz ungemütlich. Josef Jägerhuber tröstet: Nach anfänglichem Regen sollen den Oktober schöne Tage zieren, bevor Ende des Monats die ersten Flocken den Boden küssen. Doch im November kommt er dann, der Kälteeinbruch. Im Dezember soll eine Schneedecke über der Region liegen, Regen und weiße Flocken wechseln sich im Weihnachtsmonat ab. Dazwischen: Einige Föhn-Tage, die den Schnee zum Schmelzen bringen werden. "Kein ausgesprochener Wintermonat", so Jägerhuber. Dafür eine lange Winterzeit

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Doch wie kommt der 87-Jährige auf diese Prognose? Seit mehr als 50 Jahren zeichnet Jägerhuber das Wetter in seiner Heimat schon auf - und schwört dabei auf den Sieben-Jahres-Rhythmus. Erstaunlich: Jägerhuber prophezeite Anfang des Jahres Winter bis in den März, April mit Regen, die ersten Maitage schön, der Juni sehr niederschlagsreich und einen Juli mit großer Hitze in der zweiten Monatshälfte - und lag damit goldrichtig. Doch nun macht seiner Herbst-Winter-Theorie ein anderer Wetterprophet einen Strich durch die Rechnung: Josef Haslinger mit seiner Königskerze (auch Wetterkerze genannt).

Das sagt Josef Haslinger (71), Wetterprophet aus Benediktbeuern:

Am 15. August sollte sie eigentlich blühen, die Königskerze. An Mariä Himmelfahrt nämlich ist normalerweise der Stichtag, an dem das Gewächs durch seinen Blütenstand Aufschluss über den nahenden Winter geben kann - zumindest schwört Josef Haslinger auf diesen Wetterboten. Viele Blüten am unteren Teil der Pflanze bedeuten: Schnee schon im Spätherbst. Viele Blüten im mittleren Teil heißt: Schneeflöckchen, Weißröckchen an Weihnachten. Und viele Blüten an der Spitze zeigen: Im Frühjahr erwartet uns weißes von oben.

Doch der Wetterprophet aus Benediktbeuern ist ein wenig ratlos. Denn blickt er auf die Gewächse vor seinem Haus, sieht er nur eines: geschlossene Blüten - die Juli-Hitze hat den Pflanzen ordentlich zugesetzt. „Vor 20 Jahren war es schon einmal so“, erzählt Haslinger. Ergebnis: Der folgende Winter hätte sich als solches gar nicht bezeichnen dürfen. Keinen Schnee hätte es da gegeben, so der 71-Jährige.

Droht uns dieses Jahr also ein ähnlich trostloser Winter? An alle Schneefreunde: Es gibt noch Hoffnung! Denn wie uns ein Leser mitgeteilt hat, hat er mehrere Wetterkerzen in Reichersbeuern entdeckt. Und die tragen offenbar an der Spitze eine Blütenpracht. Was das bedeutet? Schnee - zumindest im Frühjahr 2014.

mes

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