Schuss fiel aus Versehen

Jagd-Drama: Strafbefehl gegen Todesschützen

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Grausame Entdeckung: In dieser Jagdkanzel wurde der erschossene Jäger gefunden.

Burgheim - Sie waren gemeinsam auf einem nächtlichen Jagdausflug, bis einer den anderen erschoss - aus Versehen. Nun muss sich der Todesschütze wegen Fahrlässigkeit verantworten.

Die Staatsanwaltschaft hat einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung gegen einen 68-jährigen Tiroler erlassen. Das berichtet die Augsburger Allgemeine. Den Vorsatz hatte die Staatsanwaltschaft schon kurz nach der Tragödie in Burgheim (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) ausgeschlossen. Die äußeren Umstände, die große Distanz zwischen den Männern und die beschränkte Sicht bei Nacht würden gegen Absicht sprechen. Außerdem sei kein Motiv erkennbar gewesen.

Der Fall hat für Aufsehen gesorgt. Ein 68 Jahre alter Jäger war in der Nacht zum 4. März mit einem Gast, so berichtete es damals die Polizei, zu einem Jagdausflug aufgebrochen. Der 68-Jährige lauerte in einem Bauwagen am Waldrand, der 45-Jährige in einer 300 Meter entfernten ebenerdigen Kanzel. Um 0.30 Uhr hatten sie zum letzten Mal Kontakt, gegen 7 Uhr fand der 68-Jährige seinen Freund tot im Jägerstand.

Ein ballistisches Gutachten brachte schließlich die grausame Wahrheit ans Licht: Der tödliche Schuss kam aus dem Gewehr des 68-jährigen Tirolers.

mm

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