50 Kilometer vom Weg abgekommen

Japaner verirrt sich beim Orientierungslauf

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Ausdauerathlet Koji Dan.

München - Armer Koji! Da hat der Ultra-Läufer aus Japan das Ziel eines harten 660-Kilometer-Rennens entlang der tschechischen Grenze vor Augen – und dann verläuft er sich.

Punkt zwölf Uhr war der Extremsportler zusammen mit gut 40 anderen Orientierungsläufern am Freitag, 25. September, in Marktredwitz in Richtung Süden gestartet – zum Goldsteig Ultrarace entlang des gleichnamigen Wanderwegs: 660 Kilometer, 19.000 Höhenmeter, Zeit bis zum 3. Oktober, zwölf Uhr. Und nur eine Hilfe: das GPS-Gerät. Ziel wäre nach einer Schleife um Passau die Oberpfalz gewesen, in Neunburg vorm Wald. Doch Koji Dan kam irgendwie 50 Kilometer vom Weg ab und schlug in Niederbayern auf. Genaugenommen in der Gemeinde Rattiszell im Kreis Straubing-Bogen. Dort stand er am Freitag völlig erschöpft vor einem Bauernhof. Der Japaner, laut Polizei Bogen mit den Kräften am Ende, konnte weder Deutsch noch Englisch. Der Landwirt identifizierte ihn aber anhand der Startnummer (die 40) als Sportler. Eine Streife wurde gerufen, der Sachverhalt geklärt. Mit dem Veranstalter des Rennens wurde eine „Übergabe“ vereinbart. So kam Koji Dan doch noch ins Ziel – wenn auch auf vier Rädern. „Gewertet wurde der Teilnehmer natürlich nicht, worüber er nicht sehr begeistert war“, heißt es von der Polizei. Weshalb er sich trotz GPS-Unterstützung so verirrt hatte, bleibt sein Geheimnis.

Der Sieger stammt übrigens aus Ungarn und erreichte Neunburg bereits am Donnerstag. Da dürfte Koji irgendwo bei Deggendorf herumgeirrt sein …

mc

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