Campingplätze verwüstet

Monstersturm über Jesolo zerstört Ferienträume tausender Bayern - Politikerin verletzt

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Unwetter in Italien: Ein deutscher Urlauber aus Oberasbach dokumentierte die Schäden.

Beim Sturm über dem italienischen Ferienort Jesolo an der Adria wurden Campingplätze verwüstet, auch tausende Bayern sind betroffen. Unter den Verletzten ist eine Politikerin.

Diana Golze wurde operiert.

München - Es sind schlimme Szenen, die auf Handyfilmen festgehalten worden sind: Schreiende Kinder, in Todesangst klammern sie sich an ihre besorgten Eltern, von oben prasselt der Regen herunter. Der Wind reißt wie ein gigantischer Riese an Zeltplanen und Dächern, die eigentlich als Schattenspender dienen: ein gigantischer Sturm, der von einem Tornado begleitet wurde, hat am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr Campingplätze an der Adria verwüstet. Betroffen waren auch große Plätze wie etwa in Cavallino-Treporti, in denen derzeit Tausende Bayern ihren Urlaub genießen. 

Der Sturm zog von Venedig über Jesolo bis nach Bibione. Überall wurden Bäume entwurzelt, Stämme und Trümmer trafen Autos, Wohnwagen, Zelte. In dem Gebiet soll es bis zu 50 Verletzte geben, unter ihnen Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze (Linke), die auf dem Campingplatz im Wohnwagen von einem Baum getroffen worden sei. Nach einer Notoperation ist sie auf dem Weg der Besserung.

Bayer erlebt schwere Verwüstungen in Norditalien mit

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Viele Urlauber schildern in sozialen Netzwerken den Schrecken vom Lido. Michael Krämer aus Mittelfranken: „Es ging alles ganz schnell, plötzlich wirbelten überall die Bäume he­rum.“ Bettina W. (36) aus Regensburg, die mit ihrer Familie an der Adria ihren Urlaub verbringt: „Es war ein Tornado, er kam wie aus dem Nichts, alles flog herum. Wir haben Glück, dass wir leben.“ Viele Bayern wissen nicht, wie es weitergehen soll. Die Autos sind kaputt, die Unterkunft ist kaputt. Beim ADAC-Auslandsnotruf in Monza waren bis Freitagmittag mehrere Hundert Unwetteropfer gemeldet. Der Club sprach am Freitag von einer Ausnahmesituation.

Michael Krämer auf dem Platz Sant‘ Angelo in Cavallino. Am Tag danach ging es - wie überall - ans Aufräumen.

tz

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