Video ist schon ein Hit auf Youtube

Bürgermeisterin unter Hitverdacht

Sieht zwar aus wie Josefa Schmid, ist es aber nicht: Die Badeszenen wurden mit Körperdouble gedreht, der Grund: Bürgermeisterin Josefa Schmid will nicht als unseriös gelten

Kollnburg - 5000-mal ist es schon geklickt worden, das Musikvideo, das sich im Bayerischen Wald zum Internet-Hit entwickelt. Das Besondere: Sängerin ist Josefa Schmid, Bürgermeisterin der niederbayerischen Gemeinde Kollnburg.

Spontan hat die 37-Jährige FDP-Politikerin Rainhard Fendrichs Lied Weus‘d a Herz hast wia a Bergwerk aufgenommen – „als Liebeserklärung an meine Heimat“. Jetzt ist ihr Song ein Mega-Hit im Internet (sehen Sie das Video hier) und die Bürgermeisterin in ganz Bayern im Gespräch!

Originelle Wahlkampf­idee oder Herzensprojekt? Geht es nach Josefa Schmid, ist es auf jeden Fall zweites: „Ich hatte schon ziemlich lange die Idee, ein Lied aufzunehmen.“ Schließlich ist die Bürgermeisterin im Herzen auch Musikerin. Sie spielt zehn Instrumente (unter anderem Zither oder Mundharmonika). Bei Jubilaren zum Geburtstag trällert sie immer ein Ständchen. „Diese haben mich auch ermuntert, endlich mal ein Lied zu singen“, so die 37-Jährige zur tz.

Die Bürgermeisterin hat ein bekanntes Lied von Rainhard Fendrich neu aufgenommen

Gesagt, getan. So ging’s vor drei Wochen ins Tonstudio, kurz darauf zum Videodreh in den Bayerwald. In dem Internet-Video, das in den letzten Tagen stark geklickt wurde (Tendenz steigend!), sieht man die blonde Bürgermeisterin im Dirndl durch den bayerischen Wald spazieren. Ob vor der schönen Bergkulisse oder im Wald: Josefa Schmid besingt ihre Heimat. Und hüpft im Bikini in den Arbersee? „Nein, nein, das bin nicht ich, das ist mein Körperdouble“, gesteht die Bürgermeisterin. Zwar habe sie als Unterhaltung auch eine Prise Erotik in dem Video haben wollen, doch sei sich die 37-Jährige ihrer Funktion als Bürgermeisterin bewusst. „Das muss nicht sein, dass ich da im Bikini zu sehen bin.“

Josefa Schmid über ihrer Heimatgemeinde Kollnburg

Dass so viele ihren Song klicken, freut die Bürgermeisterin von Kollnburg ungemein. „Dieses positive Echo – von Freunden und Medien – hätte ich nicht erwartet.“ Und der Vorwurf, das Video sei ein reiner Wahlkampfschlager? „Das war keinesfalls so geplant“, sagt Josefa Schmid. Trotzdem freut es sie natürlich, wenn sie neue Wähler mit dem Lied erreichen kann. Die Verbreitung über YouTube habe nämlich auch Vorteile – gerade die jungen Leute könnten so besser erreicht werden. Schließlich ist auch der Wegzug im Bayerischen Wald ein Thema. „Ich will zeigen, dass Heimatgefühl und Verwurzelung cool sind.“ Das ist ihr gelungen. Für verrückte Aktionen ist die Bürgermeisterin, die seit 2008 im Amt ist, bekannt: So ließ sie sich einmal sexy ablichten und hatte einen Auftritt in dem Film Eine ganz heiße Nummer.

Sieht man Josefa Schmid künftig in weiteren Videos? Ist ein Album geplant? „Erstmal nicht. Aber ich bin ein spontaner Mensch und lasse das alles auf mich zukommen.“ Das Zeug dazu hätte sie.

aw

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