45 Stunden allein im Wald

Drama um Julia (8): Sie berichtet von Stunden der Angst - und warum sie nicht um Hilfe schrie

Waldgebiet nahe Fundort des vermissten Mädchens
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Durch diesen Wald irrte die kleine Julia. Am Dienstag wurde sie gefunden.

Über 45 Stunden war Julia aus Berlin vermisst. Am Berg Chercov hatten sie ihre Eltern aus den Augen verloren. Nun spricht die Achtjährige erstmals über ihre Zeit alleine im Wald.

München - Die Suche um die vermisste Julia (8) aus Berlin wird wohl als eine der bewegendsten Geschichten des Jahres in Erinnerung bleiben. Am Sonntag, den 10. Oktober, war das Mädchen am späteren Nachmittag an der bayerisch-tschechischen Grenze verloren gegangen. 45 Stunden später, nach zwei Nächten alleine im Wald, sprachen die Retter von einem „Wunder“, als Julia schließlich von einem tschechischen Förster gefunden wurde. Nun spricht sie erstmals über ihre Zeit alleine im Wald - und berichtet von bangen Momenten.

Wunder um Julia: Achtjährige spricht über Zeit im Wald - sie hörte nachts Tiere

Wie nach Julias Fund klar wurde, hat die Achtjährige wohl mehrere Kilometer rund um den Ort zurückgelegt, an dem sie ihre Eltern zuletzt gesehen hatte. Sie hatte sich auf die Suche nach dem Weg begeben, von dem sie am Sonntag abgekommen war. In den Nächten soll Julia dann mehrere Tiere gehört haben, darunter Rehe, Wildschweine und Füchse. Im hohen Gras soll sie sich dann zum Schlafen gelegt haben. Über die gesamten 45 Stunden habe das Mädchen weder gegessen noch getrunken. Gegenüber der Polizei berichtete das 8-jährige Mädchen nun, wie sie die Zeit erlebt hat.

Vermisste Julia: Sie spricht über bange Momente in der Nacht

Demnach verbrachte sie eine der beiden Nächte auf einem Hochsitz, auf dem die Achtjährige mehr oder weniger windgeschützt schlafen konnte. Die Schülerin wurde nur etwa 100 Meter von dem Hochsitz entfernt gefunden. Wie Julia den Beamten gegenüber weiter berichtete, habe sie in den Nächten sehr große Angst gehabt. Dennoch habe sie nicht um Hilfe geschrien, aus Angst, sich somit in Gefahr zu begeben. Die Familie teilte mit, man sei „überglücklich“. Sie bedankte sich „bei allen Helferinnen und Helfern.“ Am Mittwochmittag verließ Julia das Krankenhaus zusammen mit ihren Eltern.

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