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Kabinett: Schneiders Nachfolger muss warten

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Siegfried Schneider wird seinen Posten vorerst noch nicht räumen. © dpa

München - Hoffnungsfrohe Anwärter auf den Kabinettsposten von Staatskanzleichef Siegfried Schneider müssen sich gedulden: In der CSU wird erwartet, dass er noch einige Wochen im Amt bleibt.

Schneider will nach seiner Wahl zum künftigen Chef der Landeszentrale für Neue Medien (BLM) zwar eine mehrmonatige Auszeit nehmen. Doch da der Wechsel an der BLM-Spitze erst im Herbst ansteht, bliebe dafür aus CSU-Sicht auch noch genügend Zeit, wenn Schneider seinen Schreibtisch in der Staatskanzlei nicht sofort räumt. Daher geht man in Parteikreisen davon aus, dass Schneider noch ein paar Wochen im Amt bleiben wird.

Kommende Woche steht erst einmal Besuch vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ins Haus, das die Münchner Bewerbung für die Winterspiele 2018 prüfen will. Ansonsten tut Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) das Seinige, um neugierige Parteifreunde und Journalisten auf die Folter zu spannen: Er habe in Gesprächen mit Parteifreunden bisher nichts von seinen Vorstellungen erkennen lassen, hieß es.

Im Gespräch als neuer Staatskanzleichef sind unter anderem Kultusstaatssekretär Marcel Huber und der schwäbische CSU-Landtagsabgeordnete Thomas Kreuzer. Daneben kursieren aber noch mehrere andere Varianten in der CSU. Gewisses weiß niemand, und es ist auch nicht gewiss, ob Seehofer es selbst schon weiß. Ein mehrfach gehörter Satz von CSU-Politikern in diesen Tagen: “Ich kann nur spekulieren.“

So gut wie sicher ist dagegen, dass Bundesagrarministerin Ilse Aigner Nachfolgerin Schneiders als neue Chefin des oberbayerischen CSU-Bezirksverbands wird. Aigner hat im “Münchner Merkur“ ihre Ambitionen erklärt. Im Bezirksverband kursiert seit Monaten, dass Aigner Chefin werde, wenn sie es wolle. Nun ist klar, dass sie will. Auch Seehofer favorisiert dem Vernehmen nach Aigner.

lby

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