Brautpaar wollte es locker

Hier hat Bier-Exer Kalbitzer seine erste Trauung

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Feuertaufe bestanden: Vize-Bürgermeister Tobias Kalbitzer (rechts) traute im Schongauer Rathaussaal Oliver und Rebecca Fingas. Am heutigen Samstag nimmt er bereits die zweite Trauung vor.

Schongau - Schongaus neuer Vize-Bürgermeister Tobias Kalbitzer, bekannt als Bier exender Kandidat, hatte seine Feuertaufe im Standesamt. Mit Rasta und Lederhosen traute er ein verliebtes Paar.

Und die Premiere glückte dann sogar besser, als Kalbitzer es selbst geglaubt hatte. „Ich war am Ende wirklich zufrieden und kann abschließend nur sagen, dass ich mir meinen Einstand so gewünscht hatte.“ Denn dass Schongaus neuer Vizebürgermeistereingangs „doch ziemlich nervös“ war, räumt er freimütig ein. Über diese anfängliche Anspannung half ihm aber die Erinnerung an sein Seminar „Bürgermeister als Standesbeamter“ hinweg. „Das hat mir gute Anregungen gegeben.“

Vor ein paar Wochen habe er sich dann erstmals mit dem Brautpaar getroffen, um es besser kennenzulernen, Details über ihr Leben und Kennenlernen zu erfahren. Anschließend feilte er dann an seiner Rede. Worte des Dankes findet er in diesem Zusammenhang auch für die Standesbeamten Reinhold Jaser und Ursula Lehmann, „die mir sehr weitergeholfen und den Rathaussaal und die Unterlagen vorbereitet haben“. Ansonsten, so Kalbitzer, „ist der Rahmen für eine Hochzeit ja in gewisser Weise vorgegeben“.

Dennoch sei für ihn die Aufregung anfänglich „durchaus greifbar“ gewesen, habe sich dann aber von Minute zu Minute gelegt. Etwa sieben Minuten dauerte seine Rede, 25 Minuten die gesamte Zeremonie. Schongaus Vize wörtlich: „Als die Traufrage hinter mir lag, die Ringe ausgetauscht und die Unterlagen übergeben waren und wir zum Gratulieren mit Sekt anstießen, war auch der letzte Rest Anspannung weg“, zeigt sich Kalbitzer spürbar erleichtert. Und vergisst nicht, dem noch hinzuzufügen: „ Für mich ist es eine Ehre, Paare bei diesem Schritt zu begleiten und ich freue mich schon auf die nächsten Hochzeiten.“ Und er schmunzelt, als er noch hinzufügt: „Da bekommt man ja fast Lust, als Hochzeitslader zu arbeiten.“Den Sekt, so versichert er, habe er diesmal „nicht geext“.

Und die Frischvermählten? Oliver Fangas (25), Einzelhandelskaufmann und gebürtiger Altenstadter, ist voll des Lobs über die Trauungszeremonie. „Uns war wichtig, dass das Ambiente und die Rede passen. Wir wollten eine lockere und auch etwas humorige Hochzeit. Deshalb haben wir uns für Herrn Kalbitzer entschieden.“ Und der habe sie „mit seiner nachdenklichen Rede zwar etwas überrascht, aber im positiven Sinn“. So habe er in „sehr sympathischer Weise den Kern getroffen“. Und Fangas setzt sogar noch eins drauf. „Das war eine 1a-Trauung.“ Genauso hätten das auch seine Braut, die 19-jährige Rebecca aus Peiting, eine geborene Vicario und als Verkäuferin im gleichen Unternehmen wie er beschäftigt und die übrigen etwa 20 Hochzeitsgäste gesehen.

Das Brautpaar hat jetzt erstmal einige Wochen Urlaub. Ehefrau Rebecca ist in Elternzeit, da sie vor zehn Monaten die kleine Mia Joline entbunden hat und ihr Mann hat Urlaub genommen. Anfang September geht’s dann an den Gardasee und die nähere Umgebung in die Flitterwochen.

Stephan Penning

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