Kampf für die Frankenfahne

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Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein begrüßt in Miltenberg beim "Tag der Franken" einen Einheimischen.

Kulmbach - Der frühere SPD-Landesvorsitzende Wolfgang Hoderlein lässt in seinem Kampf um die Anerkennung der Frankenfahne nicht locker.

In einem Brief an Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte der Kulmbacher Landtagsabgeordnete am Mittwoch erneut, an staatlichen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten in Franken wie der Nürnberger Burg oder der Plassenburg in Kulmbach neben der bayerischen Staatsflagge auch den fränkischen Rechen zu hissen.

“Burgen und Schlösser in Franken sind älter als der Freistaat Bayern. Ihre Geschichte ist fränkisch, nicht bayerisch“, erklärte Hoderlein zur Beflaggungsoffensive der Staatsregierung. Das Kabinett hatte im Juni beschlossen, dass an Ministerien, Bezirksregierungen und den obersten Gerichten in Bayern künftig dauerhaft neben der weiß-blauen Rautenfahne auch die Bundesflagge und wenn möglich auch die Europaflagge gemeinsam wehen.

“Wenn der Innenminister die Beflaggung mit der Bayernfahne anordnet, ist das sein Recht. Daneben aber zugleich eine Frankenfahne zu hissen, wäre seine Pflicht und seine Schuldigkeit gegenüber der Geschichte und der Kultur Frankens“, appellierte Hoderlein an den Innenminister auch in dessen Eigenschaft als neuem Vorsitzenden des Tourismusverbandes Franken.

Hoderleins Vorstöße waren in der Vergangenheit bereits von Herrmanns Vorgänger, dem jetzigen Ministerpräsidenten Günther Beckstein (CSU), mit dem Hinweis abgelehnt worden, die einschlägige Verordnung erlaube nur die Verwendung von Hoheitssymbolen zur Beflaggung von staatlichen Dienstgebäuden. Der Oberfranke Hoderlein scheiterte bislang bei seinen mittelfränkischen CSU-Kollegen Herrmann und Beckstein auch mit dem Antrag, öffentliche Gebäude wenigstens beim “Tag der Franken“ am ersten Juli-Wochenende mit der rotweiß- gezackten Frankenfahne zu schmücken. So durften dort auch beim “Tag der Franken“ Anfang Juli nur die Bezirksflaggen von Ober-, Mittel- und Unterfranken wehen, nicht aber der gesamtfränkische Rechen.

Quelle: DPA

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