Grafenrheinfeld

Eon kann AKW vorzeitig abschalten

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Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld kann früher vom Netz gehen als ursprünglich geplant.

München  - Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld kann früher vom Netz gehen als ursprünglich geplant. Frühester Abschaltungstermin wäre das Frühjahr 2015.

Die Staatsregierung habe dagegen keine Einwände, berichtete Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung. Damit bleibt dem Energiekonzern Eon die Entscheidung überlassen. „Wir sehen die Versorgungssicherheit Bayerns nicht beeinträchtigt“, sagte Haderthauer. Auch die Bundesnetzagentur werde ihre Einschätzung nicht revidieren, dass nach der Abschaltung des unterfränkischen Reaktors die Versorgungssicherheit Bayerns weiter gewährleistet sei.

Grafenrheinfeld soll nach dem Atomausstiegsfahrplan am 31. Dezember 2015 vom Netz gehen. Eon erwägt nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ aber, den Termin um einige Monate vorzuziehen. Grund sind offensichtlich die hohen Kosten des anstehenden Wechsels der Brennelemente und die Brennelementesteuer, die allein einen zweistelligen Millionenbetrag kosten würde.

Seehofer hatte Versorgungssicherheit angezweifelt

Die Situation bei Eon sei unverändert, stellte der Stromkonzern in Düsseldorf klar: „Es gibt keinen Beschluss, das Kraftwerk Grafenrheinfeld vorzeitig vom Netz zu nehmen.“ Gleichwohl stehe die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks weiter im Fokus, besonders wegen der Brennelementesteuer. Entscheidungen zum weiteren Vorgehen würden zu gegebener Zeit getroffen.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte vergangene Woche noch befürchtet, die Versorgungssicherheit Bayerns könnte durch eine frühere Abschaltung beeinträchtigt werden. Diese Sorgen sind nach Haderthauers Angaben mittlerweile ausgeräumt. Frühester Abschaltungstermin wäre das Frühjahr 2015. Dies müsste ein Jahr im Voraus beantragt werden.

dpa

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