1. tz
  2. Bayern

Imbissstand in Bayern niedergebrannt: Polizei gibt verdächtigen Jugendlichen Möglichkeit, sich zu stellen

Erstellt:

Von: Katarina Amtmann

Kommentare

Laubenbrand 07.08.2022, Chemnitz
Die Feuerwehr löschte den Brand am „Karibischen Eck“. (Symbolbild) © IMAGO / Chempic

Vier Jugendliche haben möglicherweise ein Feuer in einem Imbiss ausgelöst. Die Polizei gibt ihnen die Möglichkeit, sich zu stellen – sonst droht eine Fahndung.

Lichtenfels – Am Sonntagmorgen (7. August) ist am Badesee Oberwallenstadt in Lichtenfels am dortigen Imbissstand „Karibisches Eck“ ein Feuer ausgebrochen.

„Karibisches Eck“ in Lichtenfels: Imbissstand brennt nieder – Jugendliche als Auslöser?

Wie die Polizei am Montag mitteilt, verdichten sich die Hinweise der Kriminalpolizei Coburg, dass eine Gruppe Jugendlicher für den Brand verantwortlich sein könnte. Bei dem Feuer gab es keine Verletzten, allerdings ist ein Sachschaden im hohen fünfstelligen Bereich entstanden.

Die Einsatzkräfte konnten den Brand löschen, standen zuletzt allerdings nur noch vor den Überresten des einstigen Imbisstands am dortigen Badesee. 

Die ersten Ermittlungsergebnisse deuten nun darauf hin, dass das Verhalten von vier Jugendlichen die Ursache gewesen sein könnte. Auf gesichertem Videomaterial ist zu sehen, wie zwei Frauen und zwei Männer – alle erst 15 bis 18 Jahre alt – nachts in das „Karibische Eck“ einbrachen. Sie bedienten sich offenbar in der Küche und bereiteten sich Essen zu.

Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie über alle wichtigen Geschichten aus dem Freistaat. Melden Sie sich hier an.

Nach Brand in „Karibischem Eck“: Polizei droht Jugendlichen mit Öffentlichkeitsfahndung

In den frühen Morgenstunden klettern sie aus einem Fenster und flüchten im Schutz der Dunkelheit. „Wenige Zeit später stand der Imbissstand in Flammen“, so die Polizei in der Pressemitteilung.

Nun ermittelt die Coburger Kriminalpolizei wegen des Verdachts der Brandstiftung und des Einbruchdiebstahls. Die Beamten „richten sich direkt an die vier Jugendlichen und geben ihnen die Gelegenheit, zu ihrem Fehlverhalten zu stehen und sich selbst zu stellen.“

Und weiter: „Sollten die Jugendlichen dieser Aufforderung nicht nachkommen, wird die Kripo Coburg weitere und tiefgreifende Ermittlungsschritte in Erwägung ziehen, etwa eine Öffentlichkeitsfahndung anhand des Videomaterials.“ Zeugen werden gebeten, sich unter der Nummer (0 95 61) 64 50 zu melden. (kam)

Ein Feuer bricht in einem Mehrfamilienhaus aus – und ein Tatverdächtiger kann noch vor Ort festgenommen werden. Ist er für weitere Brände verantwortlich?

Auch interessant

Kommentare