Karl Heinz Laudenbach

Bayerns härtester OB in der U-Haft

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Karl Heinz Laudenbach, Oberbürgermeister von Bad Kissingen (Bild aus dem November 2002), hat Umweltsünder mit drastischen Geldbußen bestraft.

Bad Kissingen - Karl Heinz Laudenbach galt als "Bayerns härtester OB" und bestrafte Umweltsünder mit drastischen Geldbußen. Am Donnerstag erließ der Untersuchungsrichter in Würzburg gegen den Ex-OB Haftbefehl.

Unter den Begriffen „Deutschlands härtester Bürgermeister“ oder „OB Gnadenlos“ brachte Karl Heinz Laudenbach die unterfränkische Kreisstadt Bad Kissingen zwischen 2002 und 2008 immer wieder in die Schlagzeilen. Am Donnerstag erließ der Untersuchungsrichter in Würzburg gegen den Ex-OB Haftbefehl wegen Bestechung, Bestechlichkeit, Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

Der Parteilose, von der CSU aufgestellte OB und Ex-Polizeidirektor aus dem Innenministerium setzte bald nach seiner Wahl ohne Einschaltung des Stadtrates einen eigenwillige Strafen-Katalog für Stadtbeschmutzer in Kraft: Wer auf öffentliche Straßen spuckte, sollte mit einem Bußgeld von 100 Euro belangt werden. Urinieren in freier Natur sollte Kurgäste und Einheimische 300 Euro kosten. Das brachte ihm die Schlagzeilen ein.

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Der Würzburger Journalist und Schriftsteller Rainer Greubel (der den OB in einem Krimi als leicht erkennbare Krimifigur in einem Roman verewigt und dafür verklagt worden war) zur tz: „Er war der Sheriff von Bad Kissingen. Er entschied alles alleine. Wenn er mit einem sprach, stand er da, wie ein Sheriff, bereit, zu ziehen und zu schießen.“ Bereits damals gab es, so Greubel, Gerüchte über dunkle Geschäfte.

Dieser Verdacht hat sich offenbar erst jetzt erhärtet. Wie die Mainpost Würzburg in ihrer Freitag-Ausgabe schreibt, ist die Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte in Würzburg zuständig. Die bestätigte der Mainpost, das gegen mehrere Personen in Zusammenhang mit Immobiliengeschäften ermittelt wird. Laudenbach wird unter anderem vorgeworfen, Schmiergeld im sechsstelligen Bereich angenommen zu haben.

K.H. Dix

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