Verordnung von 1976 gekippt

Beim Messwein gibt's die neue Wahlfreiheit

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Der Freiburger Erzbischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hält am 09.08.2013 im Münster in Freiburg (Baden-Württembrg) während des Dankgottesdienstes zu seinem 75. Geburtstag einen Kelch mit Messwein hoch.

München - Messwein muss künftig nicht mehr der Messweinverordnung aus dem Jahr 1976 entsprechen. Ganz frei sind die Priester bei der Wahl des Messweins dennoch nicht.

Rein muss der Messwein zwar weiterhin sein, aber nicht mehr der Messweinverordnung entsprechen. Die katholischen Bischöfe haben nun eine Verordnung aus dem Jahr 1976 gekippt, die bisher die Kriterien für die Wahl des Weines für die Eucharistiefeier festlegte. Darin war unter anderem festgeschrieben, dass die Lieferanten dahingehend überprüft werden, ob der Wein auch tatsächlich vom Weinstock stammt und naturrein sowie unvermischt ist.

Im Zuge des strenger gewordenen EU-Lebensmittelrechtes und des deutschen Weingesetzes sei die kirchliche Verordnung nicht mehr notwendig, weswegen die Deutsche Bischofskonferenz sie nun aufhob.

Das bedeutet nun jedoch nicht, dass die Priester alle Freiheiten für die Wahl des Messweins hätten, so die Bischofskonferenz: Sie müssten weiter gewissenhaft Sorge dafür tragen, dass bei der Feier der Eucharistie ein Wein verwendet werde, der mindestens den Anforderungen eines Qualitätsweins nach deutschem Weinrecht genüge. Damit entspreche er der Würde des Sakraments.

tz

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