Die tz klärt alle wichtigen Fragen

Trinkwasser nach Flut: Was muss man beachten?

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Schutt, Dreck und Fäkalien: Die Flut hat das Wasser verunreinigt

München - Die Jahrtausendflut hat massenhaft Dreck und Keime ins bayerische Trinkwasser gespült. Die tz klärt alle wichtigen Fragen rund um unser Trinkwasser und das Hochwasser.

"Trinkwasser unbedingt abkochen!“, raten derzeit die Landratsämter in Bayern! Ob Passau, Rosenheim oder Deggendorf: Die Jahrtausendflut hat massenhaft Dreck und Keime ins bayerische Trinkwasser gespült. Die tz klärt alle wichtigen Fragen rund um unser Trinkwasser und das Hochwasser:

Warum kann ein Flusshochwasser das Trinkwasser verschmutzen?

Trinkwasser wird oft in tiefliegenden Gebieten gewonnen, die besonders durch Hochwasser gefährdet sind. Mit Keimen oder chemischen Rückständen verschmutztes Flusswasser kann Trinkwasserbrunnen überspülen. Auch durch starke Regenfälle und an die Erdoberfläche drückendes Grundwasser können Keime ins Wasser gelangen.

Welche Keime können so in das Trinkwasser gelangen?

Bei Überschwemmungen wird Trinkwasser oft durch Escherichia-coli-Bakterien verunreinigt (siehe Stichwort). Diese Fäkalkeime kommen im Darm vieler Tiere vor und gelangen etwa beim Überfluten von Kuh- oder Schafweiden in Flussnähe auch in den Bereich von Trinkwasseranlagen. In der Regel gelangen sie durch mehrere Barrieren nicht ins Trinkwasser. Nach der Jahrtausendflut lässt sich aber ein Eindringen ins Trinkwasser nicht mehr ausschließen.

Deggendorf: Das große Aufräumen hat begonnen

Hochwasser Deggendorf
Im Landkreis Deggendorf sind die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser auch am Sonntag in vollem Gange. Die Gefahr eines Deichbruchs bestehe nicht mehr, der Donaupegel sinkt. © dpa
Hochwasser Deggendorf
Im Landkreis Deggendorf sind die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser auch am Sonntag in vollem Gange. Die Gefahr eines Deichbruchs bestehe nicht mehr, der Donaupegel sinkt. © dpa
Hochwasser Deggendorf
Im Landkreis Deggendorf sind die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser auch am Sonntag in vollem Gange. Die Gefahr eines Deichbruchs bestehe nicht mehr, der Donaupegel sinkt. © dpa
Hochwasser Deggendorf
Im Landkreis Deggendorf sind die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser auch am Sonntag in vollem Gange. Die Gefahr eines Deichbruchs bestehe nicht mehr, der Donaupegel sinkt. © dpa
Hochwasser Deggendorf
Im Landkreis Deggendorf sind die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser auch am Sonntag in vollem Gange. Die Gefahr eines Deichbruchs bestehe nicht mehr, der Donaupegel sinkt. © dpa
Hochwasser Deggendorf
Im Landkreis Deggendorf sind die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser auch am Sonntag in vollem Gange. Die Gefahr eines Deichbruchs bestehe nicht mehr, der Donaupegel sinkt. © dpa
Hochwasser Deggendorf
Im Landkreis Deggendorf sind die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser auch am Sonntag in vollem Gange. Die Gefahr eines Deichbruchs bestehe nicht mehr, der Donaupegel sinkt. © dpa
Hochwasser Deggendorf
Im Landkreis Deggendorf sind die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser auch am Sonntag in vollem Gange. Die Gefahr eines Deichbruchs bestehe nicht mehr, der Donaupegel sinkt. © dpa
Hochwasser Deggendorf
Im Landkreis Deggendorf sind die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser auch am Sonntag in vollem Gange. Die Gefahr eines Deichbruchs bestehe nicht mehr, der Donaupegel sinkt. © dpa
Hochwasser Deggendorf
Im Landkreis Deggendorf sind die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser auch am Sonntag in vollem Gange. Die Gefahr eines Deichbruchs bestehe nicht mehr, der Donaupegel sinkt. © dpa
Hochwasser Deggendorf
Im Landkreis Deggendorf sind die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser auch am Sonntag in vollem Gange. Die Gefahr eines Deichbruchs bestehe nicht mehr, der Donaupegel sinkt. © dpa

Was kann man tun, wenn das Trinkwasser verschmutzt ist?

Bei der Verunreinigung mit Bakterien ist eine Desinfektion etwa mit Chlor oder Chlordioxid erforderlich. Beim Filtern mit Aktivkohle können viele organische Inhaltsstoffe aus dem Wasser entfernt werden. Bis zur Beseitigung des Problems bleibt dem Verbraucher nur, das Wasser aus dem Hahn abzukochen.

Sind die Badeseen auch gefährdet?

Ja! Unbehandeltes Schmutzwasser aus Kanälen könnte an die Wasseroberfläche gelangen. Auch aus überfluteten Kläranlagen könnte unbehandeltes Abwasser mit Keimen in die Gewässer geraten. Baden in den verunreinigten Gewässern kann zu Magen-Darm-Erkrankungen oder Wundinfektionen an offenen Stellen führen. Außer Keimen drohen noch andere Belastungen: Öl und andere Schadstoffe könnten ins Wasser gelangt sein. In Hochwassergebieten wird vom Baden in Seen abgeraten.

Wo kommt das Trinkwasser eigentlich her?

Die 6200 Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland nutzen zu 70 Prozent Grundwasser. Darüber hinaus speist sich das Trinkwasser unter anderem aus Oberflächengewässern und Uferfiltrat.

tz-Stichwort: E.-Coli-Bakterien

Escherichia coli (E. coli), auch bekannt als E.-Coli-Bakterien, kommen in jeder natürlichen Darmflora von Menschen und Tieren vor. Werden solche Bakterien im Gewässer nachgewiesen, deutet das meist auf Verunreinigungen mit Fäkalien hin.

Im Fall der Jahrtausendflut in Bayern wurden Kuh- und Schafsweiden geflutet. Die Ausscheidungen der Tiere gelangten ins Wasser und verunreinigten es mit den Bakterien. Trinkt nun ein Mensch das verunreinigte Wasser, gelangt E. coli mit dem Wasser erneut in den menschlichen Darm. Dort kann das Bakterium dann weiter wachsen und gedeihen. Die meisten Stämme machen nicht krank, manche Bakterien-Stämme können aber zum Beispiel Harnwegsinfektionen, Magen-Darm-Infektionen, Fieber oder Unwohlsein auslösen. Besonders Kinder und ältere Menschen sind gefährdet.

Magdeburg von Hochwasser der Elbe stark bedroht

Vor allem im Osten Deutschlands bringt die Katastrophe die Menschen an ihre Grenzen. Besonders dramatisch war die Lage am Samstag in Sachsen-Anhalt. In Magdeburg stieg der Pegel bis Samstagnachmittag auf 7,38 Meter. Er liegt damit mehr als 60 Zentimeter höher als bei der Jahrhundertflut 2002. © dpa
Vor allem im Osten Deutschlands bringt die Katastrophe die Menschen an ihre Grenzen. Besonders dramatisch war die Lage am Samstag in Sachsen-Anhalt. In Magdeburg stieg der Pegel bis Samstagnachmittag auf 7,38 Meter. Er liegt damit mehr als 60 Zentimeter höher als bei der Jahrhundertflut 2002. © dpa
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