Gerichtsprozess in Augsburg

Kinderpornos bei Priester gefunden

Ausgburg - Ein 65-jähriger Augsburger Diözesanpriester hat einen Strafbefehl wegen des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie erhalten. Das Amtsgericht Augsburg verurteilte ihn zu 90 Tagessätzen.

Das Bistum Augsburg bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der „Augsburger Allgemeinen“. Der Geistliche habe die Geldstrafe akzeptiert. Der Priester war bis vergangenen Sommer als Seelsorger im Kreis Dillingen eingesetzt und ist seither beurlaubt.

Ins Rollen gebracht hatte das Verfahren das Bistum Augsburg, nachdem im Juni 2013 bei ihm Missbrauchsvorwürfe gegen den Priester eingegangen waren. Die Bistumsleitung entband den Geistlichen von seinem Seelsorgeauftrag und zeigte ihn bei der Staatsanwaltschaft an. Der Priester steht unter dem Verdacht, sich vor 30 Jahren im benachbarten Ausland an einem noch nicht volljährigen Jungen vergangen zu haben. Damals gehörte er noch einem Orden an. Strafrechtlich ist der Vorwurf nach Darstellung des Bistums bereits verjährt, kirchenrechtlich nicht. Der Fall liege inzwischen in Rom, hieß es.

Der Strafbefehl des Amtsgerichts resultiert aus einer Hausdurchsuchung. Im August 2013 hatten Polizisten in den Privaträumen des Priesters entsprechende Dateien auf seinem Computer gefunden. In seiner Pfarrgemeinde galt er als beliebter Seelsorger.

kna

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