Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst

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Er gibt Ruhe!

Knöllchen-Harri: "Zeige keine Falschparker mehr an"

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Das sieht nach Strafzettel aus: Zurzeit herrscht aber Ruhe in Osterhofen.

Osterhofen -  Der in Osterhofen als Knöllchen-Harri bekannt gewordene pensionierte Polizist Harri F. hat nun versprochen, keine Falschparker mehr anzuzeigen. Doch einige Bürger sind skeptisch, ob er sich daran halten wird.

Seine Mission war ein Osterhofen (Kreis Deggendorf), in dem sich alle strikt an die Parkregeln halten. Nun sieht Knöllchen-Harri (71) sein Werk offenbar als getan an. Der pensionierte Polizeibeamte aus Berlin, der alleine im vergangenen Jahr mehr als 1000 Falschparker auf dem Marienplatz bei der Polizei angezeigt hatte (tz berichtete), will die Anzeigerei in Zukunft sein lassen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen ihm und den zuständigen Polizisten aus Plattling. Und dem Berliner Kurier, dessen Leser ihn zum beliebtesten Polizisten Berlins gewählt hatten, erzählte Harri F.: „Ich will, dass sich alles beruhigt.“

Im Polizeipräsidium Straubing war man nach dem Wirbel um Harri F. bemüht, den Streit zwischen dem Sheriff von Osterhofen und den Anwohnern die Schärfe zu nehmen. Dabei ging es nicht darum, dem Ex-Polizisten seine Anzeigen auszureden. Doch sei die Anzahl der Anzeigen ein Thema gewesen. Und dass Harri F. sein Handeln überdenken solle, damit die Lage nicht weiter eskaliert.

Bürger zum Teil skeptisch, ob Knöllchen-Harri sein Versprechen hält

Kommende Woche will sich Osterhofens Bürgermeisterin Liane Sedlmeier mit Harri F. treffen. Ihre Stadt wirbt mit kostenlosem Parken. Zumindest am Marienplatz wurde das ins Gegenteil verkehrt. „Osterhofen ist es in den vergangenen Jahren mit viel Aufwand gelungen, neue Betriebe anzusiedeln“, sagt die Rathauschefin. „Um diesen Erfolg nicht zu gefährden, muss jetzt Ruhe einkehren.“

Skeptisch sieht die Friedensbemühungen Emin Ismaljaj, der mit seinem Bruder Musa die Pizzeria Sale e pepe am Marienplatz betreibt. Die Brüder, die besonders unter der Strafzettel-Schwemme litten, hatten Harri F. ein Lokalverbot ausgesprochen, weil dieser von den Fensterplätzen des Lokals aus die Falschparker notiert und angezeigt hatte. Bereits im Sommer 2013 hatte es ein Gespräch zwischen ihnen und Harri F. gegeben. Im Juni 2013 versprach Harri, keine Anzeigen mehr zu schreiben, das Lokalverbot gegen ihn wurde daraufhin aufgehoben. Emin Ismaljaj: „Wenig später ging es aber wieder los …“

Robert Piffer

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