Augsburg

Kollegin von ermordetem Polizisten verlangt Schmerzensgeld

Die Kollegin des erschossenen Polizisten will von den Tätern nun Schmerzensgeld.

Augsburg - Vor fünf Jahren starb ein Augsburger Polizist im Kugelhagel von zwei Schwerverbrechern. Seine Kollegin überlebte nach einem Streifschuss und will nun Schmerzensgeld.

Nach dem Mord an dem Augsburger Polizisten Mathias Vieth vor fünf Jahren verlangt dessen Kollegin von den beiden verurteilten Tätern 40.000 Euro Schmerzensgeld. Das Landgericht Augsburg will am Dienstag über die Klage der Polizistin verhandeln. Sie wurde bei dem Schusswechsel mit den beiden Schwerverbrechern durch eine Kugel leicht verletzt. Insbesondere macht sie aber psychische Beeinträchtigungen durch das Gewaltverbrechen geltend. Die bei der Tat 30 Jahre alte Frau habe eine posttraumatische Belastungsstörung und massive Panikattacken, erläuterte ein Justiz-Sprecher.

Einer der beiden Angeklagten wird hier am 28.02.2013 in Handfesseln von Polizisten in den Verhandlungssaal des Landgerichts Augsburg geführt.

Zwei Brüder hatten sich in einer Oktobernacht 2011 mit den Polizisten eine wilde Verfolgungsjagd geliefert. Die Beamten hatten die Männer zuvor offenbar bei der Vorbereitung eines Raubüberfalls auf einem Parkplatz überrascht. Im Augsburger Stadtwald schossen die Täter dann mit Schnellfeuergewehren auf die Polizisten. Der 41 Jahre alte Beamte Mathias Vieth starb im Kugelhagel. Die Täter entkamen zunächst unerkannt und wurden erst Wochen später festgenommen.

Die heute 61 und 63 Jahre alten Männer wurden in zwei getrennten Verfahren jeweils zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt. Die Strafkammer stellte auch die besondere Schwere der Schuld fest, so dass die Männer wohl mehr als 20 Jahre einsitzen müssen.

Bei dem jüngeren Bruder wurde darüber hinaus die Sicherungsverwahrung angeordnet, weil der Mann im Jahr 1975 bereits einmal einen Polizisten erschossen hat. Die Brüder, die das Verbrechen nie zugegeben haben, werden an dem Schmerzensgeld-Verhandlungstermin nicht teilnehmen.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Wilde Kuh hinterlässt Spur der Verwüstung in Gemeinde - Polizeihubschrauber verfolgt sie - Showdown
Wilde Kuh hinterlässt Spur der Verwüstung in Gemeinde - Polizeihubschrauber verfolgt sie - Showdown
„Dann kommen wir nicht wieder“: Frau sagt Gemeinheit über Kind - Wirt macht deutliche Ansage
„Dann kommen wir nicht wieder“: Frau sagt Gemeinheit über Kind - Wirt macht deutliche Ansage
Erster Weihnachtsmarkt in Deutschland eröffnet: Besucher in kuriosem Outfit - sie erleben Überraschung
Erster Weihnachtsmarkt in Deutschland eröffnet: Besucher in kuriosem Outfit - sie erleben Überraschung
Ministerpräsident Markus Söder mit Sprach-Fauxpas: Das würde sonst keinem Bayern passieren
Ministerpräsident Markus Söder mit Sprach-Fauxpas: Das würde sonst keinem Bayern passieren

Kommentare