Wer übernimmt die Kosten?

„Notwendig war das nicht“: Gemeinderat will wegen Feuerwehr-Einsatz zurücktreten

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Die Feuerwehr musste bei einem Unfall in Kollnburg die Straße sperren. Der Einsatz ist einem Gemeinderat zu teuer.

Normalerweise zahlen Versicherungen den Einsatz von Notärzten und der Feuerwehr. In der Gemeinde Kollnburg gibt es nun aber Streit um die Kosten für einen Feuerwehreinsatz.

Kollnburg - In der Gemeinde Kollnburg im Landkreis Regen gibt es Streit um eine Feuerwehr-Rechnung. Eigentlich müssten die Versicherungen zahlen, doch das bringt eine Erhöhung der Prämie mit sich.

Gemeinderat soll zahlen - doch er will eher zurücktreten

612 Euro soll Josef Brunner, der Gemeinderat in Gotteszell (Landkreis Regen) ist, für einen Feuerwehreinsatz in Kollnburg zahlen, wie der BR berichtet. Deshalb will er sogar von seiner Position in der Gemeinde zurücktreten. Dabei ist er nicht der Grund für den Einsatz: Sein 17-jähriger Sohn verursachte einen Unfall, bei dem die Feuerwehr für eineinhalb Stunden eine Straße sperren musste. 

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Feuerwehreinsatz für über 600 Euro: Streit um Kosten in Kollnburg

Wie der BR berichtet, hatte der Sohn von Gemeinderat Josef Brunner im August 2018 einen Unfall mit seinem Auto. Der Lehrling durfte aufgrund einer Sondererlaubnis bereits fahren. Das Auto landete in einem Feld, während der junge Mann mit einer Platzwunde in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Ein privater Abschleppdienst holte das Auto ab, was bereit 450 Euro kostete, wie der BR berichtet. Doch ein halbes Jahr später kam noch eine weitere Rechnung.

Rechnung für Feuerwehreinsatz - Gemeinderat will nicht zahlen

Die Gemeinde Kollnburg ließ Brunner eine Rechnung über 612 Euro zukommen. Er hielt den Preis - und auch den Einsatz - für überzogen. „200 Euro wäre kein Thema gewesen. Aber die Größenordnung, dass da elf Mann ausrücken und zwei Löschfahrzeuge die dann wesentlich teurer sind. Notwendig war das in meinen Augen nicht", erklärte Brunner. Die Feuerwehr widersprach seinen Aussagen: „Von der Leitstelle Straubing kriegen wir unseren Alarm: Verkehrsunfall, keine verletzten Personen, das steht vielleicht schon mit drauf aber mehr nicht. Wie viel Hilfe braucht man, ist die Unfallstelle übersichtlich oder unübersichtlich“, so Josef Stiglbauer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kirchaitnach.

Kollnburg: Versicherungen müssten zahlen - aber es gibt einen Haken

Hermann Keilhofer, Kreisbrandrat im Landkreis Regen, erklärte, dass die Feuerwehrleute und Fahrzeuge von den Gemeinden abgerechnet werden müssten. Es gebe kaum noch bayerische Gemeinden, die keine Rechnungen dafür stellen würden. Seit 1998 können sich Kommunen die Kosten für Feuerwehrfahrzeuge, Ausrüstung und Lohnersatz durch diese Bestimmung zurückholen, erklärt der BR. Einsätze mit Bränden oder Unfällen mit Menschenrettung sind kostenfrei.

pg

In einem Gasthof in Veilbronn (Landkreis Bamberg) geht eine Frau verbal auf ein behindertes Kind los. Der Wirt reagiert mit einem wütenden Facebook-Post, der ihm traurige Konsequenzen einbringt.

In der Gemeinde Kollnburg sorgte die Bürgermeisterin mit einer Anzeige für Aufregung. Kollnburgs Bürgermeisterin Josefa Schmid war schon öfter in den Schlagzeilen. So wollte sie etwa bei der Show Supertalent auftreten (merkur.de*). Mittlerweile hatte die Anzeige der Bürgermeisterin wohl Erfolg. (Merkur.de*)

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentralredaktions-Netzwerks

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