Geldstrafen

Krankes Flüchtlingskind - Mitarbeiter verurteilt

Fürth - Weil sie einem schwer kranken Flüchtlingskind  im Zirndorfer Aufnahmelager nicht geholfen haben, sind drei Mitarbeiter zu Geldstrafen verurteilt worden.

Ein Bereitschaftsarzt wurde am Dienstag vom Amtsgericht Fürth freigesprochen. Eine Mitarbeiterin der Einrichtung muss 60 Tagessätze à 40 Euro bezahlen, zwei Pförtner wurden zu ebenfalls 60 Tagessätzen à 45 beziehungsweise 50 Euro verurteilt.

Das etwa ein Jahr alte Kind erkrankte im Dezember 2011 an einer massiven bakteriellen Infektion. Die Pförtner riefen trotz eindringlicher Bitte der Eltern keinen Arzt oder Rettungswagen. Stattdessen forderten sie den Vater auf, sich einen Krankenschein zu besorgen. Auch die Angestellte habe keinen Arzt gerufen, sondern die Familie zu Fuß zu einem Mediziner geschickt.

dpa

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