Minister Herrmann stellt Zahlen vor

Kriminalstatistik 2015: Weniger Einbrüche, aber mehr Morde

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Joachim Herrmann stellte die neuen Zahlen vor.

München - Die gute Nachricht vorneweg: Die Zahl der Straftaten in Bayern ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Doch manche Entwicklungen in Sachen Kriminalität bereiten Sorgen.

Der Rückgang betrug 2,8 Prozent, teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Mittwoch in München mit. Sorgen bereitet dem Minister allerdings die zunehmende Kriminalität durch Nichtdeutsche. Ihr Anteil an den Tatverdächtigen stieg auf 31,5 Prozent. Herrmanns Schlussfolgerung: „Wir brauchen eine klare Begrenzung der Flüchtlinge, weil uns das sonst auch in krimineller Hinsicht über den Kopf wächst.“ Es sei daher wichtig, dass der unkontrollierte Zugang an den Grenzen eingedämmt sei. „Es kommen da nicht nur Friedensengel in unser Land,“ sagte der Minister.

Der tz-Überblick über das Jahr 2015

Die Bilanz: Insgesamt registrierten die Behörden im vergangenen Jahr knapp 595.000 Delikte - ohne ausländerrechtliche Verstöße wie illegaler Grenzübertritt. Insbesondere nahm der Anteil tatverdächtiger Zuwanderer zu: Er stieg von 2011 1,7 auf 6,4 Prozent im vergangenen Jahr.

Gewaltkriminalität: In diesem Bereich haben sich die Zahlen im vergangenen Jahr bei rund 19.000 eingependelt. Erschreckend: 36 Prozent der Täter waren alkoholisiert und dadurch enthemmt und besonders aggressiv. Der Anteil der Zuwanderer beträgt 9,4 Prozent oder rund 1800 Taten. Dabei wurden knapp die Hälfte in Asylbewerberunterkünften begangen. Herrmann: „Diese Entwicklung werden wir im Auge behalten“. Die Aufklärungsquote ist mit knapp 85 Prozent sehr ansehnlich.

Straftaten von Flüchtlingen: Unter den insgesamt knapp 262.000 Tatverdächtigen befinden sich rund 17.000 Zuwanderer. Das heißt, dass Flüchtlinge rund 23.300 und damit 3,9 Prozent aller Straftaten in Bayern begangen haben. Bei den tatverdächtigen Zuwanderern bilden Syrer mit 11 Prozent die größte Gruppe, gefolgt von Afghanen, Kosovaren und Albanern.

Vergewaltigung/sexuelle Nötigung: In diesem Bereich gab es einen Anstieg um 3,4 Prozent auf insgesamt 853 Taten. Zuwanderer begingen davon 82 Taten (9,6 Prozent).

Mord: Genau 133 Menschen wurden im Jahr 2015 in Bayern ermordet, ein Anstieg um 18 Fälle. Erfreulich: 95 Prozent der Taten konnten aufgeklärt werden.

Straßenkriminalität: Deutlich sicherer war es 2015 auf Bayerns Straßen, Wegen und Plätzen. Minus 4,2 Prozent bei gefährlichen Körperverletzungen sowie minus 7,2 Prozent bei räuberischer Erpressung.

Einbruch: Fast 9 Prozent weniger! Insgesamt zählte die Polizei rund 7500 Einbrüche, gut die Hälfte blieb allerdings unvollendet. Zuwanderer waren nur in 2,9 Prozent der Fälle tatverdächtig! Knapp die Hälfte der Verdächtigen kamen aus Mittel-und Osteuropa.

Diebstahlsdelikte: In diesem Bereich verzeichnet die Polizei ein Minus von 4,6 Prozent. Bei den Ladendiebstählen sind die Zahlen nahezu konstant. Zuwanderer wurden in knapp 15 Prozent der rund 37000 Fälle erfasst.

Aufklärungsquote: Rund 63 Prozent aller Straftaten konnten geklärt werden. Trotz massiver Belastung der Polizei durch Großeinsätze wie der G7-Gipfel, die Flüchtlingsströme und die Terrorgefahren. Vor diesem Hintergrund erklärt Innenminister Herrmann zufrieden: „In Bayern leben heißt, sicher leben!“

tz

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