Anklage erhoben

Freizeitcenter geht in Flammen auf - Ermittler haben schlimmen Verdacht

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Die Feuerwehr steht vor einem Freizeitcenter mit beschädigtem Dach. In dem Freizeitcenter ist in der Nacht zum Montag ein Brand ausgebrochen.

Mitten in der Nacht bricht in einem Freizeitcenter in Kulmbach ein Feuer aus. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben - unter anderem gegen den Pächter der Halle.

Update, 10. April 2019, 11.36 Uhr: Ein Millionenschaden war beim Brand einer Freizeithalle in Kulmbach vor einem Jahr entstanden - nun hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth Anklage gegen den Pächter der Halle und dessen Helfer erhoben. Die Vorwürfe gegen beide lauten auf Brandstiftung und Versicherungsbetrug.

Der 37-jährige Pächter steht im Verdacht, das Feuer in dem Center im vergangenen April gelegt zu haben, um Geld von der Versicherung zu bekommen, wie ein Sprecher der Anklagebehörde am Mittwoch sagte. Ein 28-Jähriger soll ihm geholfen haben. Das Amtsgericht Bayreuth muss nun entscheiden, ob das Hauptverfahren eröffnet wird. Zuvor hatten der Bayerische Rundfunk und der „Fränkische Tag“ berichtet.

Dem 37-Jährigen wird den Angaben nach zusätzlich versuchter Betrug vorgeworfen. Er habe zwischenzeitlich ein Geständnis abgelegt, dieses dann aber widerrufen, erklärte der Sprecher weiter.

Nach dem Feuer Ende April 2018 waren die Ermittler bald von Brandstiftung ausgegangen. Der Schaden lag bei rund drei Millionen Euro. In dem Center waren neben einem Bowlingcenter auch ein Kinderland und ein Restaurant untergebracht.

Erstmeldung vom 23. April 2018: Kulmbach - Feuerwehr-Großeinsatz mitten in der Nacht: In einem Freizeitcenter in Kulmbach ist am frühen Montagmorgen, 23. April, ein Brand ausgebrochen. Dabei ist ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro entstanden, wie die Polizei mitteilte. Da das Gebäude zum Zeitpunkt des Feuers menschenleer war, ist niemand verletzt worden.

Am Morgen hatte die Polizei die Anwohner im westlichen Stadtgebiet vor starken Rauchgasen gewarnt. Das Dach des Hauses musste während der Löscharbeiten geöffnet werden, damit die Rauchgase aus der mit Blech verkleideten Halle abziehen konnten. Die Anwohner sollten deshalb kurzzeitig ihre Fenster und Türen geschlossen halten, um sich vor den Gasen zu schützen.

Fast 300 Einsatzkräfte vor Ort

Das Gebäude stand am Morgen komplett in Flammen, die Löscharbeiten sollten bis in den Nachmittag hinein dauern. Den Angaben zufolge waren fast 300 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks, des Rettungsdienstes und der Polizei am Brandort.

Ersten Erkenntnissen zufolge ist die Halle im Inneren komplett ausgebrannt. Warum das Feuer in dem Freizeitcenter ausbrach, war zunächst unklar. Brandfahnder der Bayreuther Kriminalpolizei haben die Ermittlungen übernommen.

Update Donnerstag, 17. Mai:

Nach dem Feuer im Freizeitcenter in Kulmbach geht die Polizei nun von Brandstiftung aus. Um die Ursache für den Großbrand mit Schaden von rund drei Millionen Euro zu finden, hatten Fahnder aus Bayreuth zusammen mit einem Experten des Landeskriminalamtes und einem Spürhund die Ruine untersucht, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Nach Auswertung der Spuren halten die Kriminalbeamten Brandstiftung für naheliegend. Die Polizei sucht nach Zeugen, die in der Nacht zum 23. April verdächtige Personen oder Autos bemerkt haben.

Das Gebäude stand an dem Tag gegen 3.30 Uhr komplett in Flammen. Das Feuer setzte in der mit Blech verkleideten Halle, in der neben einem Bowlingcenter auch ein Kinderland und ein Restaurant untergebracht waren, nahezu die komplette Inneneinrichtung in Brand. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Aufgrund des enormen Schadens und des hohen Zerstörungsgrades der Halle seien die Ermittlungen schwierig, hieß es.

dpa

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