Akute Explosionsgefahr

Porsche brennt - "Das Viertel hätte hochgehen können"

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Insgesamt 103 Einsatzkräfte waren zur Brandbekämpfung bei der Lackiererei in der Ariborstraße.

Rottach-Egern/Weissach - Die Lackiererei Friedrich am Rande von Rottach-Egern ist innen völlig ausgebrannt. Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz. Es bestand akute Explosionsgefahr.

Der Alarm ging um kurz nach Mitternacht los. Kommandant Thomas Wolf von der Kreuther Feuerwehr leitete den Einsatz. "Wir haben dann sofort die anderen Feuerwehren alarmiert", sagt Wolf. Ein Porsche hat im Gebäude der Lackiererei Feuer gefangen. Von den entstehenden Dämpfen ging die größte Gefahr aus. "Wir konnten nicht ausschließen, dass das ganze Viertel hochgeht."

Insgesamt 103 Einsatzkräfte mit neun Atemschutztrupps waren vor Ort. "Wir haben zuerst das angrenzende Wohngebäude evakuiert", sagt Wolf. "Dann sind wir rein." Die Feuerwehr hat das Zugangstor aufgebrochen. Der Brandherd sei relativ leicht zu lokalisieren gewesen. Aber: Das Farbenlager war direkt nebenan. In der kleinen Halle hatte sich eine enorme Hitze entwickelt. Keiner wusste, ob die Brandschutztür zum Nachbarraum mit den Farben geschlossen war.

Glücklicherweise war die Tür zu. Die Einsatzkräfte löschten den Porsche. Weil die die Feuerwehr nicht ausschließen konnten, dass sich die gefährlichen Chemikalien doch wieder entzünden, blieb eine Brandwache bis 4 Uhr morgens vor Ort.

Die Lackiererei liegt zwar noch klar in Rottach-Egern, die Erstmeldung habe aber eine völlig andere Adresse im Kreuther Gemeindegebiet angegeben, berichtet der Rottacher Feuerwehrkommandant Josef Stadler. Daher seien die Kreuther in voller Montur angerückt, die Rottacher nur unterstützend. Wegen der Explosionsgefahr wurde auch die Tegernseer Feuerwehr nachalarmiert.

Innen ist die Lackiererei komplett ausgebrannt. Auch der Porsche ist nur noch ein Wrack. Einige hochwertige Oldtimer sind wohl schwer beschädigt. Die Polizei stellt den Gesamtschaden noch fest. Allein der Porsche und der Schaden am Gebäude beträgt nach ersten Schätzungen gut 50.000 Euro.

Nach Informationen vom Unfallort wurde allerdings niemand verletzt. Warum der Porsche Feuer gefangen hat, ist noch völlig unklar. Im Moment gehen die zuständigen Behörden von einem technischen Defekt und nicht von Brandstiftung aus. Die Kriminalpolizei Miesbach ermittelt. 

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