Tödliche Ansteckung

Frau (69) an Mäusevirus gestorben

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Elektronenmikroskopische Aufnahme von Hantaviren.

Nördlingen - Eine 69-Jährige ist im Landkreis Donau-Ries an einer Infektion mit dem sogenannten Mäusevirus gestorben.

Die Frau habe sich in der Landwirtschaft beim Umgang mit Mäusefallen mit den Hantaviren angesteckt, wie das Landratsamt am Mittwoch in Nördlingen mitteilte. Sie musste im Krankenhaus behandelt werden. Dort kam es dann zu einer Blutgerinnungsstörung mit Blutvergiftung und Organversagen. Ein solcher Verlauf trete bei dieser Infektion in seltenen Fällen auf, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes, Rainer Mainka. Die Frau starb am vergangenen Wochenende.

Hantaviren werden von infizierten Nagetieren über Speichel, Urin und Kot ausgeschieden. Das Landratsamt wies darauf hin, dass lebende oder tote Mäuse zum Schutz vor Infektionen nicht berührt werden sollten.

Die Zahl der bekannten Hantavirus-Infektionen in Deutschland schwankt nach Angaben des Robert Koch-Instituts stark. Nach 2825 Fällen und einem Todesopfer im Jahr 2012 waren im vergangenen Jahr nur 162 Infektionen gemeldet worden. In diesem Jahr wurden bis Mitte Juli bundesweit 165 Fälle registriert.

dpa

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