Betrüger sprechen russisch

Polizei warnt vor Schockanrufen

Landkreis - Die Polizei warnt vor Schockanrufen: Russischsprachige Enkeltrickbetrüger sind seit einer Woche wieder unterwegs. Die Masche ist besonders fies.

Seit vergangenen Freitag, 22. Februar, sind nach Angaben der Polizei neun Fälle bei der Polizei bekannt geworden, die Kriminalpolizei warnt eindringlich vor diesen Betrügern.

Am Freitagvormittag kam es in Wasserburg und Trostberg zu mindestens fünf Anrufen, bei denen speziell ältere, aus dem russischsprachigen Raum stammende Frauen angesprochen und eine Notlage ihrer Söhne vorgetäuscht wurde. Dadurch sollte eine rasche finanzielle Hilfeleistung erschlichen werden. Am Donnerstag kam es zu vier weiteren Versuchen in Trostberg und Traunreut, wobei in einem Fall ein erheblicher Bargeldbetrag erschlichen wurden. Die Dunkelziffer dürfte allerdings erheblich höher liegen.

Warnmeldung in russischer Sprache zum Download

Die Betrüger sprechen fließend russisch und spielen in einem Telefonat gekonnt vor, ein angebliches Familienmitglied (meistens ein Kind) sei in einer Notlage und benötige dringend eine größere Summe Geld. Als Grund für die Notlage wird oftmals ein schwerer Verkehrsunfall oder ein anderer tragischer Vorfall vorgegaukelt. Das Geld werde für eine dringend erforderliche Behandlung / Operation benötigt. Noch während des Telefonats erscheinen „Boten“ an der Haustür und erkundigen sich in russischer Sprache nach dem Bargeld.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor den Betrügereien!

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen!
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis!
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache!
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt!
  • Warnen Sie bitte ihre Großeltern, Onkel oder Tanten, dass sich falsche Enkel, Nichten oder Neffen melden könnten

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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