Horizontales Gewerbe Niederbayern

20 Bordelle betroffen: Freudenhäuser müssen aus Landshut raus

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Das horizontale Gewerbe soll aus der Landshuter Innenstadt weichen.

Männer, die sich auf der Suche nach einer Prostituierten befinden, werden künftig nicht mehr in der Landshuter Altstadt fündig. Das Ordnungsamt möchte dem Treiben den Garaus machen.

Landshut - Noch blüht in Landshuts historischem Stadtzentrum das Geschäft mit der käuflichen Liebe – doch das soll sich bald ändern! Das Ordnungsamt will die roten Laternen abschalten und die Freudenhäuser in Gewerbegebiete verdrängen. Viele altbekannte Etablissements sind derzeit noch in historischen Wohnhäusern untergebracht. Zwischen Optiker, Szenekneipe und Imbissbude widmen sich die Liebesdamen den männlichen Bedürfnissen.

In Bayern ist das, mitten in einem historischen Stadtzentrum, eine Besonderheit. Der Grund „Wir sind eine der wenigen Städte ohne Sperrbezirk“, sagt Ordnungsamts-Chef Fritz van Bracht dem Landshuter Wochenblatt. Die Schonfrist für Betriebe, die jahrzehntelang geduldet wurden, sei nun aber vorbei.

Eines der Landshuter Etablissements befindet sich etwa im orangenen Haus.

Sperrbezirk in Landshut? Die Lösung sieht anders aus

Gabriella D. (Name geändert), Hausdame in einem der Etablissements, befürchtet: „Wir müssen bald alle zumachen.“ Laut Ordnungsamt gibt es in Landshut etwa 20 bis 25 Bordelle, in denen bis zu 100 Damen anschaffen. Alle zwei Wochen werden die internationalen Sexarbeiterinnen in den Betrieben durchgetauscht.

Um die Bordelle aus dem Stadtzentrum zu verdrängen, ist jedoch nicht etwa ein Sperrbezirk geplant. Vielmehr soll es das Prostituiertenschutzgesetz richten, welches seit einem Jahr in Kraft ist. Darin sind „geeignete Aufenthalts- und Pausenräume für Prostituierte und für Beschäftigte“ sowie eine „angemessene Ausstattung mit Sanitäreinrichtungen für Prostituierte, Beschäftigte und Kunden“ vorgeschrieben. In den historischen Wohnhäusern sind diese Vorgaben aber bautechnisch kaum zu erfüllen.

Kürzlich in Kassel: Ein 24-jähriger Freier wird aus dem Bordell geworfen - doch als er unerwartet zurückkehrt, gibt es einen Polizeieinsatz.

Auch interessant: Das „Eros Center Bienenstock“ dürfte so manchem bekannt vorkommen. Doch kaum einer kennt die Geschichten hinter den Frauen. HEIDELBERG24* hat sich mit einer der Prostituierten getroffen.

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*HEIDELBERG24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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