Landtagswahl im Münchner Umland

Promi Markwort: Brachte sein starkes Ergebnis die FDP in den Landtag?

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Helmut Markwort am Wahlsonntag. Allein in München-Land-Süd holte er schon mehr als 9400 Stimmen. Weitere in anderen Stimmkreisen. 

Wie haben die Parteien in Ihrer Gemeinde abgeschnitten? Wie reagieren die Direktkandidaten, wie hoch war die Wahlbeteiligung in Ihrer Region? Hier geht‘s zu allen unseren lokalen Live-Tickern zur Wahl.

Es war der spannendste Wahlabend, den Bayern seit Jahrzehnten erlebte. Hier finden Sie die lokalen Ergebnisse aus jeder Region von Freising bis Miesbach sowie von Schongau bis Erding. Merkur.de ist in jeder Region vor Ort und berichtet auch noch am Montag live.

Über die Links unten kommen Sie zu Ihrer Region mit allen lokalen News, Ergebnissen und Reaktionen. Weiter unten lesen Sie die spannendsten Wahl-Meldungen aus dem Münchner Umland.

Und hier die wichtigsten Meldungen aus allen Regionen im Münchner Umland:

+++ Aktualisieren +++

16.20 Uhr: Eher still genoss Helmut Markwort am Sonntagabend seinen Erfolg: „Mit 9439 Stimmen habe ich meinen Beitrag zu den 5,1 Prozent der FDP geleistet“, sagte der 81-jährige Focus-Gründer, der in München-Land-Süd für die Liberalen antrat. Zum Vergleich: FDP-Spitzenkandidat Martin Hagen konnte in seinem Stimmkreis Rosenheim-Ost nur 4399 Erststimmen sammeln - und erreichte damit auch schon einen starken FDP-Wert. Hätte die FDP rund 10.000 Stimmen weniger geholt, wäre die Partei an der 5-Prozent-Hürde gescheitert. 

Der Promi Markwort könnte die FDP damit tatsächlich entscheidend ins Maximilianeum gebracht haben. Aktuell sind noch nicht alle Ergebnisse da, aber es zeichnet sich ab, dass Markwort auch überall in Oberbayern bei den Zweitstimmen punkten konnte. So holte er auch in München-Land-Nord 776 Stimmen, im Fürstenfeldbrucker Stimmkreis waren es 352 Stimmen, in Rosenheim-Ost 249. Hinter dem FDP-Spitzenkandidaten Martin Hagen liegt er derzeit auf Platz 2 bei den Zweitstimmen. Die Zweitstimmen der Stimmkreise in der Landeshauptstadt sind noch nicht ausgezählt.

16.01 Uhr: Herbe Verluste setzte es für die SPD im Landkreis Miesbach. Selbst in einstigen Hochburgen wie Hausham oder Holzkirchen ging es für die SPD zweistellig nach unten. SPD-Urgestein Hans Pawlovsky, Kreisvorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, äußert sich deutlich: Die SPD brauche wieder eine klare Position. „Die schlimmste Meinung ist keine Meinung.“ Mehr zu den Ergebnissen aus Miesbach finden Sie hier.

Freisinger FW-Abgeordneter fordert: Aus für die Dritte Startbahn

15.55 Uhr: Auf der „grünen Welle“ ist Benjamin Adjei in den Landtag gesurft. Der 28-Jährige Taufkirchner kegelte ein Mitglied der CSU-Staatsregierung aus dem Parlament und gewann völlig überraschend in München-Moosach. Ein Porträt des jungen Grünen-Politikers. 

12.40 Uhr: Freie Wähler-Kandidat Benno Zierer aus dem Freisinger Stimmkreis feierte ausgelassen am Wahlsonntag - auch wenn es für ein Direktmandat nicht reichte. Nun will der Landtagsabgeordnete mit seiner Partei mitregieren - und hat dabei eine klare Forderung: „Die dritte Startbahn muss aus dem Landesentwicklungsplan herausgenommen werden“. Das ganze Interview mit Zierer lesen Sie hier.

Ebersberger SPD verteilte Kugelschreiber eines Toten

12.35 Uhr: Noch immer ist unklar, welche Abgeordnete über die Zweitstimmen in den Landtag ziehen werden. In Ebersberg muss beispielsweise die SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher zittern. Währenddessen wurde bekannt, dass sich ihre Ebersberger Genossen einen peinlichen Patzer im Wahlkampf leisteten - sie warben mit einem Toten! An den Infoständen wurden Kugelschreiber mit der Aufschrift „Ewald Schurer - ihr Kandidat für den Bundestag“ verteilt. Schurer verstarb 2017 im Alter von 63 Jahren

Natascha Kohnen holt in eigenen Stimmkreis nur 12,2 Prozent der Erststimmen

0.41 Uhr: Fast ganz Oberbayern ist ausgezählt. Die Stadt München zählt noch - und da wird es noch richtig spannend. Im Stimmkreis Moosach gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen schwarz und grün. Und auch im Landkreis Miesbach gibt es noch eine kleine Gemeinde namens Waakirchen, die sich offenbar bei der großen Anzahl der Briefwähler etwas verschätzt hat und bis dato noch nicht zu einem Ergebnis gekommen ist. Einen Überblick aller regionalen Ergebnisse finden Sie hier.

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0.12 Uhr: Ein Blick über Oberbayern hinaus: Die Stadt Würzburg hat sich einen grünen Abgeordneten direkt ins Parlament gewählt. Patrick Friedl hat das Direktmandat geholt.

23.41 Uhr: Als wäre der Tag für Natascha Kohnen nicht schon schlimm genug: Die SPD-Spitzenkandidatin holte in ihrem Stimmkreis gerade mal 12,2 Prozent der Erststimmen.

Landtagswahl im Raum Freising: Hier waren die Grünen besonders stark

23.11 Uhr: Die meisten Kommunen in Oberbayern haben ausgezählt. Dass die CSU trotz historischem Wahldebakel in den meisten Regionen auf Platz eins bleibt, dürfte wenig überraschen. Viel interessanter: In nicht wenigen Kommunen rund um München schoben sich entweder Freie Wähler oder Grüne oder sogar beide vor die CSU als stärkste Kraft. In Freising ist das Ergebnis besonders krass. Die Grünen liegen mit Abstand auf Platz eins. Dann kommen die Freien Wähler und erst auf Platz drei folgt mit rund 17 Prozent die CSU. Auch in den Nachbargemeinden Marzling und Kranzberg wurde die CSU von Platz eins verstoßen. Auch Dießen und Utting am Ammersee wählten mehrheitlich grün.

Landtagswahl in Bayern: Hier ist SPD sogar schlechter als Bayernpartei

22.35 Uhr: In Irschenberg im Landkreis Miesbach hat die SPD nicht viele Freunde. Eigentlich so gar keine. Selbst die Bayernpartei schneidet hier besser ab als die Sozialdemokraten.

21.59 Uhr: Die Grünen entscheiden sowohl bei der Erst- als auch bei der Zweitstimme die Mehrheit in der Stadt Freising für sich.

21.22 Uhr: Katrin Staffler, CSU-Bundestagsabgeordnete aus Dachau, zum Wahlergebnis: "Ich denke, wir haben heute den Auftrag erhalten, die Partei zu erneuern. Nicht nur in Form von Personen, sondern auch darüber, wo wir inhaltliche Schwerpunkte setzen. Es sieht aber nach einem guten Ergebnis für unseren Stimmkreiskandidaten Bernhard Seidenath aus."

20.44 Uhr: Im Stimmkreis Freising sah es eine Zeit lang so aus, als hätte der Freie Wähler-Kandidat die Chance auf das Direktmandat. Jetzt ist aber die CSU doch wieder vorne. Trotzdem ein beachtliches Ergebnis bisher.

19.59 Uhr: Immer mehr Gemeindeergebnisse laufen bei uns ein. Im Landkreis Miesbach hat Bayrischzell als erste Gemeinde ausgezählt.

Landtagswahl Bayern: Immer mehr Gemeinde-Ergebnisse laufen ein

19.43 Uhr: In der Region Wolfratshausen sind auch bereits einige Stimmbezirke ausgezählt. Krass: Bei mehreren Bezirken liegen Grüne und CSU so gut wie gleich auf.

19.30 Uhr: Weitere Ergebnisse lassen auf sich warten. Das hat seine Gründe. Die Auszählung könnte heute Nacht sowieso so lange dauern wie noch nie.

19.12 Uhr: Der Starnberger CSU-Landrat Karl Roth findet angesichts der rund 35 Prozent deutliche Worte: "Was in Berlin kaputt gemacht wurde durch unseren Parteivorsitzenden und Bundesinnenminister, das konnte an der Basis nicht wettgemacht werden", sagte er dem Starnberger Merkur. Er rechnet nun mit Rücktrittsforderungen an Seehofers Adresse. Roth würde diese unterstützen. "So kann es nicht weitergehen."

18.51 Uhr: Die ersten Ergebnisse sind da. In Hebertshausen im Landkreis Dachau wurde bereits fertig ausgezählt. Die Freien Wähler sind dort besonders stark.

18.22 Uhr: Die Reaktionen in den Landkreisen und Kommunen rund um München sind überall ähnlich. Partystimmung bei den Grünen, wie hier im Miesbacher Bräuwirt, und Schockstarre bei SPD und CSU, wie hier in Starnberg und ein langes Zittern bei der FDP, wie hier in Bad Tölz.

17.55 Uhr: Vor dem Wahllokal in der Isartalstraße in München gibt es immer noch eine rund 100 Meter lange Schlange, berichtet tz-Reporter Sascha Karowski. KVR-Sprecher Johannes Mayer sagt, dass sich um 18 Uhr ein Wahlhelfer an das Ende der Schlange stellt und damit den Abschluss bildet. Alle davor dürfen noch wählen, dahinter ist dann aber Schluss.

17.51 Uhr: In Gröbenzell im Lankdreis Fürstenfeldbruck spricht ein Wahlhelfer von einem „unvorstellbarem“ Ansturm auf die Wahllokale. In der Bernhard-Rößner-Schule ging die Schlange bis zur Tür hinaus. So etwas hätte es noch nie gegeben.

17.20 Uhr: Der Kreiswahlleiter Andreas Wenzel spricht im Interview mit der Ebersberger Zeitung/Münchner Merkur von einer sich anbahnenden „gigantischen Wahlbeteiligung“ im Landkreis Ebersberg. Er rechnet mit bis zu 80 Prozent Wahlbeteiligung. Bei der Wahl 2013 war die Beteiligung bei 70,9 Prozent.

In zwei Gemeinden im Landkreis Ebersberg sind die Stimmzettel bereits knapp geworden. Sie haben Nachschub bestellt.

16.55 Uhr:

Im

Landkreis Starnberg zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab.

Bei einer Umfrage des Landratsamtes in den Gemeinden zeigte sich, dass es zumeist mehr als 70 Prozent sind. In einigen Gemeinden gab es keine Aussage - der Andrang war so groß, dass keine Zeit war, einen Zwischenstand zu ermitteln.

15.45 Uhr: Die Auszählung der Stimmen wird höchstwahrscheinlich bis tief in die Nacht dauern. Warum, erklärt der Stimmkreisleiter im Landkreis Weilheim-Schongau Soyer.

kmm

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