Großer Kopf mit breitem Maul

Lauert im Wald eine drei Meter lange Schlange?

Triftern - In einem Wald in der Nähe der Gemeinde Triftern in Niederbayern hat ein Spaziergänger etwas Gruseliges entdeckt: eine riesige Schlange, die seinen Hund angreifen wollte.

Die Kaser Steinstube ist bekannt als geologische Besonderheit. Riesige Steinblöcke türmen sich in einem Waldgebiet nahe der Gemeinde Triftern in Niederbayern auf. Jetzt kommt womöglich eine biologische Besonderheit dazu: Ein Spaziergänger hat dort eine riesige Schlange gesehen, die seinen Hund angreifen wollte.

Landwirt Sepp S. der in der Nähe wohnt, war mit seinem Hund in dem Wald bei dem geschützten Geotop unterwegs. Plötzlich wurde der Vierbeiner unruhig – nur wenige Meter entfernt entdeckte der Mann eine riesige Schlange. Zweieinhalb bis drei Meter lang sei sie gewesen, gab er gegenüber der Gemeindeverwaltung an, wo er seine Entdeckung meldete. Einen großen Kopf mit breitem Maul habe die Schlange gehabt, so Sepp S., und einen Körper mit rund zehn Zentimetern Durchmesser. Die Farbe war Grau. Auf dem Rücken habe er ein Zickzack-Muster erkannt, der Bauch könnte hellgrau gewesen sein.

Riesige Schlange im Wald nahm drohende Haltung ein

Weitere Details wusste er nicht. Kein Wunder, denn die Schlange habe sich etwa einen halben Meter hoch aufgerichtet und eine drohende Haltung eingenommen, als sich sein Hund dem Tier genähert habe.

Wenn diese Angaben stimmen, scheiden heimische Schlangen wie Kreuzottern oder Ringel-, Schling- und Äskulapnattern aus. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine ausgesetzte exotische Schlange handelt, die möglicherweise giftig ist.

Trifterns Bürgermeister Walter Czech versucht, bei dem beginnenden Trubel um die Riesenschlange ruhig zu bleiben. „Wir nehmen das sehr ernst“, sagt er gegenüber der tz, „aber wir dürfen jetzt nicht in Hektik verfallen.“

Warnschilder hängen an den Bäumen

Die Kaser Steinstube ist ein beliebtes Ziel von Geologen und Wanderern. Eine Suchaktion würde nichts bringen, denn eine Schlange findet zwischen den Steinblöcken optimale Verstecke. Darum hat die Gemeindeverwaltung mehrere Warnschilder anbringen lassen. Ansonsten hofft Walter Czech auf den gesunden Menschenverstand der Spaziergänger. „Im Wald gibt’s halt Schlangen“, sagt er.

Schon den kleinen Kindern werde beigebracht, dass sie aufpassen müssten. Aber im Wald gebe es beispielsweise auch Zecken, so der Bürgermeister, „die sind viel schlimmer!“

Volker Pfau

Rubriklistenbild: © dpa

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