Auch der Ehemann sollte sterben

Nach Mord an 27-Jährigem: Liebespaar angeklagt - daran scheiterte der Mord am Ehemann

+
Pilzsammler macht grausame Entdeckung - ein Foto vom Fundort.

Ein Pilzsammler entdeckte eine Leiche in einem Wald im Nürnberger Land. Ein Paar muss sich jetzt für den Mord an dem 27-Jährigen verantworten.

  • Ein Pilzsammler hat in Lauf an der Pegnitz eine Leiche gefunden.
  • Es handelte sich um einen 27-Jährigen.
  • Eine Frau soll ihren Liebhaber angestiftet haben, den Mann zu töten.

Update vom 28. Februar: Sieben Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 27-Jährigen im mittelfränkischen Lauf an der Pegnitz ist gegen ein Liebespaar Anklage erhoben worden. Demnach soll die 32-jährige Frau ihren gleichaltrigen Geliebten angestiftet haben, sowohl ihren 47-jährigen Ehemann als auch den 27-Jährigen zu töten, mit dem sie eine zweite außereheliche Beziehung hatte, wie die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Freitag mitteilte.

Der 32-Jährige, der der Frau hörig gewesen sein soll, soll sich nach anfänglichem Zögern hierzu bereit erklärt haben. In der Nacht zum 14. Juli vergangenen Jahres soll er sich unter einem Vorwand mit seinem späteren Opfer in der Gegend von Lauf getroffen haben. Dabei soll er den 27-Jährigen zunächst neben oder in seinem Wagen und anschließend in einem nahegelegenen Waldstück durch mehrere Messerstiche sowie durch Drosseln und durch Schläge mit einem schweren Gegenstand getötet haben.

Zu der geplanten weiteren Tötung des Ehemanns der 32-Jährigen sei es dann entgegen den Vorstellungen des Paares nicht mehr gekommen, weil der Angeschuldigte bereits am Abend des Tattages festgenommen wurde, erklärte Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke. Der Vorwurf der Anklage laute deshalb beim Mann auf Mord und sich Bereiterklären zum Mord, bei der Frau auf Anstiftung zum Mord und versuchte Anstiftung zum Mord. Beide Angeschuldigten hätten Angaben zur Sache gemacht, bestritten aber die Tatvorwürfe, so die Staatsanwältin. Ein Pilzsammler hatte die Leiche in einem Waldstück nahe der Autobahnausfahrt der A9 Lauf-Süd entdeckt.

27-Jähriger in Lauf getötet: Weitere Tatverdächtige festgenommen

Update vom 6. Oktober 2019: Zu einer erschreckenden Tat ist es auch in Österreich gekommen: Die Polizei ermittelt in einem Fünffachmord in Kitzbühel.

Update vom 25. Juli, 11.24 Uhr: Im Fall des getöteten 27-Jährigen im mittelfränkischen Lauf an der Pegnitz ist eine weitere Tatverdächtige festgenommen worden. Es handele sich um eine 32 Jahre alte Frau, teilte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Donnerstag mit. Gegen sie werde wegen des Verdachts der Anstiftung zum Totschlag ermittelt.

Ein Pilzsammler hatte die Leiche in einem Waldstück nahe der Autobahnausfahrt der A9 Lauf-Süd entdeckt. Wenige Stunden nach der Tat am 14. Juli 2019 war bereits ein 31-Jähriger festgenommen worden, der den jungen Mann getötet haben soll.

Die 32 Jahre alte Frau aus Lauf soll sowohl mit dem 31-jährigen als auch mit dem Getöteten ein Verhältnis gehabt haben. Sie soll den 31-Jährigen mehrfach aufgefordert haben, den Mann zu töten. Die Frau äußerte sich zu den Vorwürfen zunächst nicht. Sie habe von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Sie kam in Untersuchungshaft.

Pilzsammler findet Leiche im Wald: Mordmotiv scheint geklärt

Update vom 17. Juli, 14.02 Uhr: Das Motiv für die Tat in Lauf an der Pegnitz scheint geklärt. Wie die Bild (Bezahlschranke) berichtet, soll der Tatverdächtige das 27-jährige Opfer getötet haben, weil beide dieselbe Frau geliebt haben - eine verheiratete 32-Jährige. Es kam wohl zu einem Streit im Auto des Verdächtigen. Anschließend sollen der Tatverdächtige oder seine Ehefrau versucht haben, die Blutspuren im Auto zu beseitigen, wie die Bild berichtet.

Update vom 17. Juli 2019, 6.56 Uhr: Das genaue Motiv der Tat in Lauf an der Pegnitz scheint noch immer unklar zu sein, doch wie Bild nun wissen will, habe das Opfer etwa seit einem halben Jahr eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt. Bei dieser Frau soll es sich allerdings nicht um die nun verhörte Ehefrau des dringend Tatverdächtigen handeln. 

Update vom 16. Juli, 14.28 Uhr: Auf die Spur des Ehepaars kam die Sonderkommission „Pilz“ durch Überprüfung der letzten Kontakte des Getöteten und seiner Handydaten. Der zunächst als Zeuge vernommene Ehemann habe sich in Vernehmungen in Widersprüche verwickelt. Außerdem seien in seinem Auto Blutspuren des Opfers festgestellt worden, sagte Miguletz. Täter und Opfer seien nicht verwandt, hätten sich aber gekannt. „In welchem Verhältnis sie genau zueinander standen, möchte ich nicht sagen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden“, sagte Gabriels-Gorsolke. 

Wie die Bild berichtet, verabschiedete sich das Opfer am Samstag gegen 23.30 Uhr von seiner Mutter: „Ich bin gleich wieder da.“ Das tatverdächtige Ehepaar stammt dem Bericht nach ursprünglich aus Sachsen-Anhalt und soll den 27-Jährigen in der Nacht zum Sonntag getötet haben und ihn anschließend etwa sechs Meter neben einem Forstweg abgelegt haben.

Eine Gruppe Jugendlicher attackierte einen 20-Jährigen und schubste ihn in einer U-Bahn-Station in Essen ins Gleis. Nun konnten die Täter gefasst werden.

Lauf an der Pegnitz: Tötungsdelikt aufgeklärt - Ehepaar festgenommen

Update vom 16. Juli, 13.29 Uhr: Das Tötungsdelikt von Lauf scheint aufgeklärt. Ein Ehepaar soll für den Tod eines 27-jährigen Mannes verantwortlich sein. Gegen den 31-jährigen Ehemann erging Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, Antje Gabriels-Gorsolke, am Dienstag sagte. Seine zwei Jahre jüngere Ehefrau, gegen die wegen Beihilfe zum Totschlag ermittelt werde, habe der Ermittlungsrichter wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen die 29-Jährige bestehe derzeit kein dringender Tatverdacht, sagte die Oberstaatsanwältin weiter. Zur Motivlage gebe es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es sich auch um Mord handele.

Ein Pilzsammler hatte die Leiche am Sonntag in einem Waldstück nahe der Autobahnausfahrt der A9 Lauf-Süd entdeckt. Die Polizei identifizierte den Toten als einen in Lauf lebenden Kroaten. „Das Opfer hat massive Gewalt durch zahlreiche Stichverletzungen und stumpfe Gewalt gegen den Kopf erlitten“, sagte die Leiterin der Kriminalpolizei Schwabach, Cora Miguletz. Das Opfer sei in der Nacht auf Sonntag getötet und dann in dem Wald abgelegt worden.

Ein 55-Jähriger Deutscher ist während einer Wanderung mit seinen beiden Söhnen in Österreich gestorben. Auch ein Hubschrauber-Einsatz konnte ihn nicht retten.

Lauf an der Pegnitz: Pilzsammler entdeckt Leiche im Wald - Polizei nimmt zwei Personen fest

Update vom 15. Juli, 13.30 Uhr: Nach dem Leichenfund am Sonntagmorgen in einem Wald bei Lauf an der Pegnitz werden nun mehr und mehr Details bekannt. Die zwischenzeitlich gegründete Sonderkommission „Pilz“ der Schwabacher Kripo konnte zwei dringend Tatverdächtige festnehmen. 

Dabei handelt es sich um eine Frau und einen Mann. Sie werden noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Der Tote soll Informationen von nordbayern.de zufolge ein 27 Jahre alter Mann aus Lauf sein. 

Lauf an der Pegnitz: Pilzsammler entdeckt Leiche im Wald - Polizei hat jetzt klaren Verdacht

Update vom 15. Juli, 11.44 Uhr: Die Kriminalpolizei in Mittelfranken vermutet im Fall der männlichen Leiche im Wald bei Lauf an der Pegnitz ein Gewaltverbrechen. Die Art der Verletzungen des Toten lasse darauf schließen. Zudem liege die Tat laut den Ermittlern noch nicht lange zurück, die Leiche war noch nicht verwest. Am Montag nun können die Ermittler einen ersten Erfolg verkünden: Sie haben zwei Tatverdächtige festgenommen. 

Lesen Sie auch: Auf den Philippinen nahm ein Ex-Sicherheitsmann 30 Geiseln in einem Einkaufszentrum. Der Grund ist offenbar Ärger über eine Kündigung seines früheren Arbeitgebers

Nürnberger Land: Pilzsammler entdeckt Leiche im Wald - Polizei vermutet Gewaltverbrechen

Erstmeldung vom 14. Juli 2019: Lauf an der Pegnitz - In einem Wald im Landkreis Nürnberger Land ist eine Leiche gefunden worden. Ein Pilzsammler entdeckte den toten Mann am frühen Sonntagmorgen, mitten in einem Waldstück bei Lauf an der Pegnitz. Das teilt die Polizei mit. 

Pilzsammler entdeckt Leiche - Polizei geht von Tötungsdelikt aus 

Obwohl die Entdeckung des Leichnams erst wenige Stunden zurückliegt, kann ein Verbrechen schon jetzt nicht mehr ausgeschlossen werden. Der Tote weise Verletzungen auf, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuten. Die Polizei gehe demnach von einem Tötungsdelikt aus. Wer der unbekannte Tote ist, ist noch nicht klar. Die Identität des Mannes muss nun geklärt werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Eine Obduktion wird in der Rechtsmedizin Erlangen durchgeführt.

Am selben Wochenende wurde ebenfalls in Franken eine Leiche im Main in Würzburg entdeckt. 

Tödlicher Unfall am Sonntagabend bei Bernbeuren. Auf der Kreisstraße WM2 bei Lechbruck starb ein junger Mann, zwei weitere wurden schwer verletzt. Zur Unfallursache gibt es bereits erste Vermutungen.

Wo ist Marc Bernard Baron? Seit knapp einer Woche fehlt von dem 17-Jährigen jede Spur. Nun veröffentlicht die Polizei ein Foto des Jungen. 2013 wurde ein Radfahrer von einem Unbekannten in München erstochen - der sogenannte „Isar-Mord“. Ein DNA-Gutachten bringt jetzt neue Hinweise.

In Niederbayern wurden zwei tote Kinder gefunden*. Eine Frau hatte zuvor die Beamten alarmiert. Der Tatverdächtige hat sich mittlerweile gestellt.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant

Meistgelesen

Unbekannte stehlen Abitur-Prüfungen in Bamberg - Polizei durchsucht Häuser
Unbekannte stehlen Abitur-Prüfungen in Bamberg - Polizei durchsucht Häuser
Wasserwacht rückt aus: Münchner Paar versteigt sich am Königssee - denkt aber an wichtiges Utensil
Wasserwacht rückt aus: Münchner Paar versteigt sich am Königssee - denkt aber an wichtiges Utensil
Traunreut: Mann attackiert 20-Jährigen auf offener Straße - Festnahme wegen versuchten Mordes
Traunreut: Mann attackiert 20-Jährigen auf offener Straße - Festnahme wegen versuchten Mordes
Corona in Bayern: Für Kitas gelten ab heute neue Regeln - Spezielle Änderungen für Waldkindergärten 
Corona in Bayern: Für Kitas gelten ab heute neue Regeln - Spezielle Änderungen für Waldkindergärten 

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion