Zwei von vier Fabriken vor dem Aus

Ledvance will ehemalige Osram-Werke in Augsburg und Berlin schließen

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Die Nachtaufnahme mit Zoomeffekt vom 26.02.2014 zeigt die Zentrale der Firma Osram in München.

Wenige Monate nach der Übernahme der traditionellen Lampensparte des Osram-Konzerns durch chinesische Investoren stehen zwei der vier Werke in Deutschland vor dem Aus.

Augsburg - Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitagabend aus industrienahen Kreisen erfuhr, hat das Unternehmen die Absicht, dass die Ledvance-Werke in Augsburg und Berlin mit zusammen etwa 850 Mitarbeitern geschlossen werden. Von der Ledvance-Unternehmensleitung in Garching bei München gab es keinen Kommentar.

An den beiden weiteren Standorten Wipperfürth und Eichstätt, wo rund 700 Menschen bei dem Unternehmen arbeiten, sei mit Personalabbau zu rechnen. Zunächst hatte die „Augsburger Allgemeine“ über die Pläne berichtet.

Am Montagmittag soll die Belegschaft in Augsburg über die bevorstehende Schließung informiert werden, dort ist mit 650 Beschäftigten die größte Zahl von Mitarbeitern betroffen. Das Augsburger Werk ist schon seit Jahren von der Schließung bedroht. Dort werden noch herkömmliche Leuchten hergestellt, die durch den Trend zu modernen LED-Lampen kaum mehr nachgefragt werden. „Der Markt bricht ein“, hieß es aus Branchenkreisen.

Osram hatte seine im Jahr 2016 Ledvance getaufte Lampensparte für mehr als 400 Millionen Euro an ein Konsortium um den chinesischen Investor MLS verkauft. Zum 1. März 2017 war der Verkauf vollzogen worden.

dpa

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