Leiche in Pegnitz entdeckt: Ist es die Studentin?

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Mit diesem Foto fahndet die Polizei Nürnberg (Mittelfranken) nach der Studentin Maya Pikowski.

Nürnberg - Auf der Suche nach einer vermissten 26-Jährigen haben Polizeitaucher in Nürnberg am Donnerstag die Leiche einer Frau in der Pegnitz gefunden.

Seit fünf Wochen war die hübsche Kunststudentin Maya P. wie vom Erdboden verschluckt. Die Hoffnung, die Nürnbergerin (26) noch lebend zu finden, werde immer geringer. Donnerstagnachmittag entdeckten Polizeitaucher den Körper einer jungen Frau in der Nähe der Insel Schütt in der Pegnitz. Ob es sich dabei tatsächlich um die Leiche der Studentin handelt, war nach der Bergung unklar. Die Staatsanwaltschaft ordnete umgehend eine Obduktion an.

Die Taucher hatten deswegen den Fluss zwischen Mayas Künstler-WG in Röthenbach und der Nürnberger Innenstadt abgesucht, weil Maja hier immer gern spazieren ging. Doch welches Schicksal hat die hübsche Studentin ereilt? Ihr letztes Lebenszeichen stammt von einem Handy-Signal: Am 10. Dezember loggte sich das Telefon von Maya exakt um 16.25 Uhr aus dem Funknetz aus. Davor hatte sich die junge Frau, die aus dem schwäbischen Krumbach stammt, in einer Suppenbar in der Nürnberger Innenstadt aufgehalten, wo sie sich von ihren Kommilitonen verabschiedete, um ins Kino zu gehen. Seitdem fehlte von ihr jegliche Spur…

„Einfach so zu verschwinden, das passt nicht zu ihr“, meinte ihre Freundin Sarah (26). Die Münchner Übersetzerin kannte Maya seit ihrem 14. Lebensjahr, ihre beiden Mütter lebten in Krumbach. Seit über einem Monat koordinierte Sarah die Suche. Ein ungutes Gefühl hatte Sarah bereits, als sie am Tag vor Weihnachten erstmals Mayas Zimmer betreten durfte: „Das Fenster war geöffnet, sie hatte keinerlei Reisezubehör mitgenommen, auch alle Pässe waren da.“ War sie zu ihrem Freund nach Spanien gereist, der dort ein Auslandssemester absolvierte? Die Hoffnung zerschlug sich damals, als der Freund zurückkehrte – ohne Maya.

„Wenn sie weggeht, hätte sie doch wenigstens einen Zettel hinterlassen“, sagt ihre Freundin immer wieder. Erst im November hatte Maya sie in München besucht, über Pläne und Arbeiten im Dezember gesprochen. „Sie war gut drauf. Außerdem galt sie als zuverlässig und arbeitete als studentische Hilfskraft“ Sarah glaubte immer fest daran, dass Maya noch am Leben war. Doch die Hoffnung schwindet immer mehr.

jv.

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